Kann Kolonisation grün sein? Der Jüdische Nationalfonds (JNF/KKL) in Israel / Palästina.

 15. Februar 2013 in Berlin

Einführende Worte zur Informationsveranstaltung mit Gadi Algazi von Tarabut, Arab-Jewish Movement for Social & Political Change.

Der Vortrag von Gadi Algazi:

Als Israels größte, politisch unabhängige und gemeinnützige Grüne Organisation bezeichnet sich der JNF auf seiner deutschsprachigen Homepage und vermerkt weiter, dass seine Farben Blau – Grün – Braun für die Sicherung der Wasserressourcen, die Begrünung des Landes und den ökologischen Umgang mit dem Boden stehen.

Doch der schöne Schein trügt!

Schon seit Jahren ist in einer breiten internationalen Öffentlichkeit bekannt, dass die Aktivitäten des JNF/KKL eng verbunden sind mit der Ausgrenzung, Vertreibung und Enteignung der indigenen palästinensischen Bevölkerung und der fortdauernde Besiedlung ihres Landes.

Auch in Deutschland nimmt der Widerstand gegen den JNF/KKL zu, nicht zuletzt durch die Kampagne der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) unter dem Namen „Wald der SPD“ zum 65. Geburtstag des Staates Israel mit dem Ziel, Spenden an den JNF/KKL für einen Wald im Negev zu sammeln (siehe die Petition).

Im Negev sollen insgesamt 45.000 Palästinenser_innen zwangsumgesiedelt werden. Hier beabsichtig der JNF/KKL Parks und Wälder anzulegen und Siedlungen zu bauen. Ähnliche Aktivitäten zeichnen sich in der West Bank, im Jordantal und in Jerusalem ab.

Gadi Algazi, israelischer Historiker und Aktivist, der seit Jahren in der arabisch-jüdischen Bewegung Tarabut aktiv ist, arbeitet sowohl in der Westbank als auch innerhalb Israels und wird uns in dieser Veranstaltung Einblicke in die Grünwaschung von Ausgrenzung, Vertreibung und Enteignung in Palästina geben.

Eine Veranstaltung des AK Nahost Berlin am Freitag, den 15. Februar 2013 in Berlin.