BDS-Inspektion bei Galeria Kaufhof in Bonn

Die BDS-Gruppe Bonn hat am 28. November 2015 im Rahmen einer sogenannten „BDS-Inspektion“ das Sortiment von Galeria Kaufhof Bonn auf Produkte aus den illegalen israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland, Ostjerusalem und auf den Golanhöhen untersucht. 3 Teams nahmen die Lebensmittel-, Haushaltswaren- und Kosmetikabteilung unter die Lupe.

Dabei wurde eine Reihe von Waren gefunden, die in den Besetzten Gebieten hergestellt worden sind oder sein könnten. Während der Aktion verteilten Mitglieder von BDS-Bonn vor dem Eingang von Galeria Kaufhof Infoblätter zu BDS.

Mit dem Vertrieb dieser Produkte unterstützt Galeria Kaufhof den Raub palästinensischen Landes und anderer Ressourcen sowie die Verdrängung von Palästinensern durch israelische Siedler. Außerdem sind diese Waren mit irreführenden Angaben über Hersteller und Herkunft versehen und verletzen damit zusätzlich EU-Recht. Die von der EU jetzt mit mehr Nachdruck geforderten klaren Herkunftsangaben zu diesen Produkten reichen aber nicht aus, weil dadurch ihr Import nicht ausgeschlossen wird.
Das Völkerrecht gebietet vielmehr ein Importverbot, weil sich die am Handel mit diesen Produkten beteiligten Firmen zu Komplizen der Stabilisierung und des Ausbaus der illegalen Siedlungen machen.

Galeria Kaufhof Bonn widerspricht mit seiner Verkaufspraxis zudem der Selbstverpflichtung des Mutterkonzerns Hudson’s Bay zur ethischen Unternehmensführung. Dort heißt es u.a.: „We are determined to build our business together with our Suppliers based on the highest ethical principles of trust, teamwork, honesty and respect for the rights and dignities of others.”

In einem Schreiben fordert BDS-Bonn den Vorsitzenden der Geschäftsführung von Galeria Kaufhof, Herrn Olivier Van den Bossche auf, sich für die die elementaren Rechte der Palästinenser einzusetzen und Produkte, die in den Besetzten Gebieten hergestellt worden sind oder sein könnten, aus ihrem Sortiment zu entfernen.

 

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