Team Gerechtigkeit trifft! Adidas unterstützt nicht länger den israelischen Fußballverband

31. Juli 2018 / update
Palästinensische Kampagne für den akademischen und kulturellen Boykott Israels (PACBI)

Nach einer weltweiten Kampagne sponsert Adidas keine Fußballmannschaften mehr in illegalen israelischen Siedlungen. Palästinenser*innen fordern neuen Sponsor Puma auf, seine Komplizenschaft bei Israels Verletzungen des Völkerrechts zu beenden.

Die palästinensische Kampagne für den akademischen und kulturellen Boykott Israels begrüßt die Nachricht, dass Adidas den israelischen Fußballverband (IFA) nicht mehr sponsert.

Im vergangenen März forderten über 130 palästinensische Fußballvereine den deutschen Sportbekleidungshersteller auf, sein Sponsoring der IFA wegen seiner Mittäterschaft bei der  Unterdrückung des palästinensischen Volkes einzustellen. Zur  IFA gehören sechs israelische Fußballmannschaften aus illegalen israelischen Siedlungen, deren Errichtung mit Land- und Ressourcenraub von Palästinenser*innen einherging. Israelische Siedlungen gelten völkerrechtlich als Kriegsverbrechen.

Es folgte eine lebhafte globale Kampagne, bei der Menschenrechtler*innen auf der ganzen Welt Adidas aufforderten, das Sponsoring von Spielen auf gestohlenem palästinensischem Land zu beenden. Im Juni wurde eine internationale Petition mit über 16.000 Unterschriften an das Adidas-Hauptquartier in Amsterdam übergeben.

In einer Antwort an die palästinensischen Vereine erklärte Adidas, es habe bei der FIFA die israelischen Siedlungsmannschaften angesprochen. Adidas, einer der Hauptpartner der FIFA, stellte fest, dass der Weltfußballverband “über die Frage der israelischen Siedlungsmannschaften zu entscheiden habe,  indem er den Grundsätze des Völkerrechts und ihre Menschenrechtspolitik befolgt”.

Große internationale Organisationen wie Human Rights Watch, UN-Experten und 175 Abgeordnete haben die FIFA aufgefordert, das Problem der israelischen Siedlungsmannschaften zu beheben.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Adidas sein Sponsoring  bei mitschuldigen israelischen Unternehmen beendet. Nach weit verbreiteten Protesten, Boykottaufrufen und Verurteilungen durch die Regierung hat Adidas die Unterstützung des sogenannten “Jerusalem-Marathons” eingestellt, der durch illegale israelische Siedlungen und durch das besetzte palästinensische Ost-Jerusalem verlief.

Die ‘Marke’ Israel ist nach den Massakern an Palästinenser*innen in Gaza, die friedlich für ihre von der UNO sanktionierten Rechte protestieren, zunehmend toxisch geworden. Israel hat seit Ende März fast 150 Palästinenser*innen getötet, darunter Journalist*innen, Mediziner*innen und über 20 Kinder.

Mehr als 50 palästinensische Athlet*innen gehören zu den mehr als zehntausend Verletzten der israelischen Shoot-to-kill-or-maim-Politik in Gaza, die viele Menschen mit lebensbedrohlichen Behinderungen hinterläßt und vielversprechenden Sportkarrieren beendete

Eine Warnung an Puma

Ein anderes deutsches Sportbekleidungsunternehmen, Puma, hat mit einer vierjährigen Vereinbarung Adidas als Sponsor der IFA abgelöst.

Mit dem Sponsoring der IFA verbindet Puma seine globale Marke mit Israels expandierendem Siedlungsunternehmen, durch dessen illegale Landnahme und Hausabrisse indigene Palästinenser*innen durch allmähliche ethnische Säuberungen vertrieben werden. Die kultartig springende Katze beschönigt Israels militärische Besatzung und verletzt die Rechte der Palästinenser*innen.

Der Ethikkodex von Puma bekennt sich zu den Menschenrechten und  schenkt  “den von internationalen Institutionen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft geäußerten Bedenken große Aufmerksamkeit”.

Als Unterzeichner des UN Global Compact ist Puma auch verpflichtet, dafür zu sorgen, dass das Unternehmen sich “nicht an Menschenrechtsverletzungen beteiligt”.

Der internationale Konsens ist klar. Israelische Siedlungen sind illegal. Puma setzt sich globalen Boykottkampagnen von rechtschaffenen Verbraucher*innen,  die sich für die Menschenrechte einsetzen, aus.

Wir fordern Puma auf, sein Sponsoring für den israelischen Fußballverband (IFA) zu beenden, solange dieser an Israels schweren Verletzungen des Völkerrechts und der Unterdrückung der Palästinenser*innen verwickelt ist.

Die Katze sollte einen Sprung für die Rechte der Palästinenser*innen machen!

 

Quelle: Team Justice Scores. Adidas No Longer Sponsoring Israel Football Association
Übersetzung: Redaktion BDS-Kampagne.de