Am Vorabend der Annexion verdreifacht AXA seine Investitionen in israelische Banken zur Finanzierung illegaler Siedlungen

Die Koalition Stop AXA Assistance to Israeli apartheid beauftragte im Mai 2020 die niederländische NRO Profundo, die auf fundierte Forschung und Beratung spezialisiert ist, mit der Untersuchung der finanziellen Verbindungen zwischen AXA und Equitable Holdings (ehemals AXA Equitable Holdings) und fünf israelischen Banken – Bank Hapoalim, Bank Leumi, Erste Internationale Bank von Israel, Israel Discount Bank und Mizrahi Tefahot Bank – sowie Israels größtes Militärunternehmen, Elbit Systems, die alle zutiefst an der israelischen Apartheid beteiligt sind. Während Profundo die angeforderten Daten zur Verfügung stellte, ist die Koalition für die Interpretation der Daten und die Schlussfolgerungen in diesem Update verantwortlich.

Hier sind die neuesten Zahlen für die Investitionen von AXA in die oben genannten Unternehmen und ein Vergleich mit diesen Investitionen im Vorjahr.

Dieses neueste Update enthüllt, dass sich die Investitionen des Unternehmens in drei verbleibende mitschuldige israelische Banken fast verdreifacht haben, obwohl sich AXA im Dezember 2018 von Elbit Systems und jetzt von der Bank Hapoalim getrennt hat. Laut einem SumOfUs-Bericht vom Juli 2019 beliefen sich die Investitionen von AXA in die Bank Hapoalim, die Bank Leumi, die Israel Discount Bank und die Mizrahi Tefahot Bank zu diesem Zeitpunkt auf 2,3 Mio. USD. Jetzt sind es fast 7 Millionen Dollar. Alle diese israelischen Banken sind in der UN-Datenbank von Unternehmen aufgeführt, die an Israels illegalen Siedlungen im besetzten palästinensischen Gebiet beteiligt sind.

Wie in AXA Financing War Crimes, dem SumOfUs-Bericht von 2019, dargelegt, ist AXA durch seinen Anteil an Equitable Holdings (ehemals AXA Equitable Holdings), der massiv in israelische Unternehmen und Banken investiert, auch indirekt an der israelischen Apartheid beteiligt. Die Investitionen von Equitable Holdings in israelische Banken, die an der illegalen Siedlungspolitik Israels beteiligt sind – Bank Hapoalim, Bank Leumi, Erste Internationale Bank Israels, Israel Discount Bank und Mizrahi Tefahot Bank – und Israels größtes Militärunternehmen Elbit Systems sind von 90 Mio. USD im letzten Jahr auf 157 Mio. USD in diesem Jahr gestiegen.

Seit der Veröffentlichung dieses SumOfUs-Berichts 2019 hat sich der Anteil von AXA an Equitable Holdings verringert. Im Januar 2020 wurde Equitable Holdings als unabhängiges Unternehmen registriert, das nicht mehr mit dem Namen AXA firmiert. AXA besitzt jedoch immer noch 9,03% der Equitable Holdings und zwei seiner leitenden Angestellten sind Mitglieder des Verwaltungsrats von Equitable Holdings.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Direktinvestitionen von AXA in drei israelische Banken, die an der illegalen Siedlungspolitik Israels beteiligt sind, fast verdreifacht haben – trotz des Kapitalabzugs aus der Bank Hapoalim. Darüber hinaus ist AXA weiterhin mit 9,03% an Equitable Holdings beteiligt, was die eigenen Investitionen in diese israelischen Banken und in Elbit Systems dramatisch erhöht hat.

AXA versucht, die Dinge kompliziert zu machen, dabei ist es ganz einfach: AXA profitiert weiterhin von Investitionen in die israelische Apartheid, daher muss der Druck auf das Unternehmen erhöht werden, auf dass diese Komplizenschaft beendet wird!

AXA triples investment in Israeli banks financing illegal settlements on eve of annexation
Übersetzung: Redaktion BDS-Kampagne

Hier eine Zusammenfassung des im Beitrag erwähnten SumOfUs-Berichts auf Deutsch: AXA: Fianzierung von Kriegsverbrechen