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	<title>After the Last Skay-Archiv - BDS-Kampagne</title>
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	<description>Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen</description>
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	<title>After the Last Skay-Archiv - BDS-Kampagne</title>
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	<item>
		<title>Offener Brief israelischer und jüdischer Kulturschaffender in Berlin</title>
		<link>https://bds-kampagne.de/offener-brief-israelischer-und-juedischer-kulturschaffender-in-berlin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2016 10:45:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[After the Last Skay]]></category>
		<category><![CDATA[Ballhaus Naunynstraße]]></category>
		<category><![CDATA[BDS-Bewegung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>25. Oktober 2016 (English below) Wir, jüdische und israelische Kulturschaffende, Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen, die in Berlin leben oder hier aktiv</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/offener-brief-israelischer-und-juedischer-kulturschaffender-in-berlin/">Offener Brief israelischer und jüdischer Kulturschaffender in Berlin</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="fb-root"></div>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-medium" src="https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-1/p160x160/14681735_1138062629580541_2458266252360788057_n.jpg?oh=ea16767b7c171960d07344e33fa6d26b&amp;oe=589070F7" alt="" width="160" height="160" />25. Oktober 2016<br />
<em>(English below)</em></p>
<p>Wir, jüdische und israelische Kulturschaffende, Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen, die in Berlin leben oder hier aktiv sind, nehmen hiermit Stellung zu den beunruhigenden Äußerungen mehrerer Organisationen, Journalisten und Politiker, die das Recht auf freie Meinungsäußerung in Bezug auf den Israel-Palästina-Konflikt in Frage gestellt haben.</p>
<p>Viele von uns haben Israel verlassen, weil wir das zunehmend beängstigende Klima der Einschüchterung von Kritiker_innen der Besatzungspolitik und der zunehmenden Einschränkungen der Redefreiheit nicht mehr ertragen können oder wollen.</p>
<p><span id="more-8059"></span></p>
<p>Seit mehreren Jahren versucht die rechtsnationalistische Netanjahu-Regierung, progressive und palästinensische Stimmen zum Schweigen zu bringen. So wurden öffentliche Gelder für israelisch-palästinensische Kulturinstitutionen gestrichen, oppositionelle Künstler_innen seitens rassistischer Organisationen bedroht und kritische Stimmen in Universität und Medien wurden und werden unter extremen Druck gesetzt.</p>
<p>Wir haben immer gehofft und es in den vergangenen Jahren teilweise auch so erlebt, dass Berlin ein Ort ist, an dem Debatten möglich sind. Angesichts der bedrückenden Entwicklungen in Israel, sind wir entsetzt, nun auch in dieser Stadt zu erleben, dass kritische Äußerungen zu Israels Besatzungspolitik ähnlich unsachlich als “Israel-Hass” oder „antisemitisch“ gebrandmarkt werden. Noch befremdlicher ist es für uns, dass die Rufe nach politischer Zensur auch von Parteimitgliedern und Organisationen kommen, die sich keineswegs in der rechtsnationalistischen Ecke verorten, oder sich sogar als Linke bezeichnen.</p>
<p>Anlass für unseren Brief ist die aktuelle öffentliche Kampagne gegen das Ballhaus Naunynstraße und das von ihm mitgetragene palästinensische Kunstfestival “After the Last Sky”, in dem angeblich “anti-israelische Hetze” toleriert wurde. Einmal abgesehen von den Verleumdungen in diesem Zusammenhang, das Festival oder einzelne Beiträge seien gewaltverherrlichend gewesen, begründeten Medien und Politiker im Übrigen den Ruf nach einer Streichung öffentlicher Gelder mit kritischen Äußerungen jüdischer und palästinensischer Mitwirkender_innen über den Staat Israel im Rahmen des Festivals. Des Weiteren wurde die tatsächliche oder angebliche Unterstützung der BDS-Bewegung durch Kuratorinnen des Festivals skandalisiert.</p>
<p>Wir, die Unterzeichner_innen, sind durchaus unterschiedlicher Meinung darüber, ob Begriffe wie „Apartheid“, „Kolonialismus“ und „ethnische Säuberung“ in Bezug auf die Geschichte und Gegenwart des Staates Israel zutreffend oder nützlich sind; wir haben auch unterschiedliche Positionen zum palästinensischen Aufruf nach Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen gegen den Staat Israel; wir stellen aber fest, dass die Diskussion über diese Begriffe und die Argumente der BDS-Bewegung, legitime Bestandteile einer öffentlichen Debatte über die politische Situation in Israel-Palästina sind.</p>
<p>Eine politische Zensur gegen Einzelpersonen und Kulturinstitutionen, die einen Raum für Kritik an der israelischen Politik anbieten, lehnen wir grundsätzlich ab. Die Einschüchterungseffekte die solche Drohungen nach sich ziehen, halten wir für desaströs für die Diskussionskultur in einer freien Gesellschaft. Sie verhindern im Übrigen die notwendige Debatte über die Mitverantwortung der Bundesrepublik Deutschland für die Situation im Nahen-Osten, insbesondere für die seit fast 50 Jahren andauernde israelische Besatzung.</p>
<p>Als Juden und Israelis, die nicht umhin können, sich mit dem Themenkomplex Nahost zu beschäftigen und sich von den Entwicklungen in der Region stets betroffen fühlen, empfinden wir solche Rufe nach Einschränkung der Meinungsfreiheit als extrem bedrohlich und auch gegen unsere eigene künstlerische und akademische Freiheit gerichtet.</p>
<p>Die leichtfertige Instrumentalisierung von Antisemitismus-Vorwürfen gegen linke Israelis, Palästinenser_innen und andere, sehen wir zudem als schwerwiegendes Hindernis bei der Bekämpfung von tatsächlichen antisemitischen Tendenzen, die angesichts des Rechtsrucks in Deutschland immer notwendiger wird.</p>
<p>Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass sich in politischen Äußerungen über Israel und Palästina, Antisemitismus oder anti-muslimischer Rassismus manifestieren können. Gerade deshalb betonen wir die Bedeutung einer Diskussion, die Menschenrechte und Gleichberechtigung in den Mittelpunkt stellt. Dabei sind uns die Grundrechte der Palästinenser_innen genauso wichtig, wie die der jüdisch-israelischen Bevölkerung.</p>
<p>Das palästinensische Kunstfestival „After the Last Sky“, das von migrantischen und anti-rassistische Künstler_innen organisiert wurde, scheint uns genau diese Werte zu repräsentieren. Deshalb erklären wir unsere volle Solidarität mit dem Ballhaus Naunynstraße und mit den Kuratorinnen des Festivals.</p>
<p><strong>Liste der Unterzeichner_innen am Ende des englischen Textes</strong></p>
<p>English Translation:</p>
<p>Open letter by Israelis and Jewish cultural workers in Berlin</p>
<p>We, cultural workers, academics and activists, Jewish and Israeli, who reside or are active in Berlin, take a stand against the concerning statements made by organizations, newspapers and politicians which undermine the right to freedom of expression regarding the Israel-Palestine conflict.</p>
<p>Many of us left Israel because we could not or did not want to continue to suffer in an environment evoking fear of threats against critics of the occupation policy or increased restrictions on the freedom of expression. Since a few years ago, the right-wing—nationalist government of Netanyahu has been trying to silence progressive and Palestinian voices. Funding has been frozen to Palestinian-Israeli cultural institutions, dissident artists have been threatened by racist organizations, and critical voices in the academia and media have been under enormous pressure.</p>
<p>We always hoped, and even experienced in recent years, that Berlin is the place where an open debate is possible. In light of developments in Israel, we are upset that also in this city expressions about the Israeli occupation policy are denounced as ‘hatred of Israel’ or ‘anti-Semitism’. Moreover, this call for political censorship comes from organizations and politicians who do not define themselves as right-wing—nationalist and even identify as left-wing.</p>
<p>The reason for this letter is the current campaign against the Ballhaus Naunynstraße and the ‘After the Last Sky’ festival which was organized in partnership with people who allegedly allowed ‘anti-Israeli sentiment’. In addition to this slander were accusations that certain participants advocated violence during the festival. Politicians and the media called for withdrawing public funding on the basis of critical remarks against the State of Israel by Jewish and Palestinian participants. Moreover, the actual or alleged support of the BDS Movement by curators of the festival was scandalized.</p>
<p>We the undersigned have different opinions on concepts such as ‘apartheid’, ‘colonialism’ or ‘ethnic cleansing’ as useful or accurate descriptions of the past or present of the State of Israel. We also have different positions about the Palestinians call for boycott, Divestment and Sanctions against the State of Israel. However, we insist on a discussion of these concepts and the arguments by the BDS Movement are a legitimate part of a public debate on the political situation in Israel-Palestine. We are opposed in principle to political censorship of individuals or cultural institutions which allow a space to criticism of Israeli policy. The chilling effect of these threats is the destruction of cultural debate in open society. They also prevent the current debate on the responsibility of Germany regarding the political situation in the Middle East, and particularly on the Israeli occupation which has continued for almost fifty years.</p>
<p>As Jews and Israelis, who cannot avoid dealing with Middle Eastern topics and who are affected by regional developments, we are alarmed by calls for the restriction of free expression, directed also at our freedom of expression as academics and artists. We see the instrumentalization of accusations of anti-Semitism against left-wing Palestinians, Israelis and others as an obstacle in the fight against existing anti-Semitism, which is of particular concern today in light of the rise of the right-wing in Germany.</p>
<p>We are aware that political expressions on Israel and Palestine may also contain anti Semitism and anti-Muslim racism. This is precisely the reason we want to highlight the importance of centring the debate around human rights and equality. The basic rights of Palestinians are as important to us as those of the Jewish-Israeli population. The Palestinian cultural festival ‘After the Last Sky’ was organized by migrant and anti-racists artists, and expresses precisely these values. Therefore, we declare our full solidarity with the Ballhaus Naunynstraße and the organizers of the festival.</p>
<p><strong>Liste der Unterzeichner_innen / List of signers<br />
</strong></p>
<p>Tal Adler – Künstler und Forscher<br />
Alma Alloro – Künstlerin<br />
Udi Aloni – Regisseur<br />
Hila Amit – Schriftstellerin und Wissenschaftlerin,<br />
Yossi Bartal – Aktivist und Autor<br />
Gur Barzilai – Aktivist<br />
Andrea Bellu – Künstlerin<br />
Matei Bellu – Wissenscahftler<br />
Noam Ben Chorin- Aktivist<br />
Irad Ben Isaak – Soziologe und Literaturwissenschaftler<br />
Sivan Ben Yishai – Theaterregisseurin<br />
Gabriel Ben Moshe – Künstler<br />
Yaara Benger Alaluf – Wissenschaftlerin<br />
Avi Berg – Künstler<br />
Vered Berman – Studentin<br />
Iddo Bet-Hallahmi – Student<br />
Hannah Black – Autorin und Künstlerin<br />
Micah Brashear – Lehrer<br />
Noam Brusilovsky – Theaterregisseur<br />
Zoya Cherkassky-Nnadi – Künstlerin<br />
Sidney Corbett – Komponist<br />
Tomer Dahan – Tänzer<br />
Dr. Irit Dekel – Wissenschaftlerin<br />
Tomer Dreyfuss – Akademiker<br />
Michael Evgi – Erziehungswissenschaftler<br />
Lau Feldstain – Filmmacherin<br />
Yemima Fink – Grafikdesignerin<br />
Sylvia Finzi – Künstlerin<br />
Erica Fischer – Autorin und Übersetzerin<br />
Madelon Fleminger – Autorin<br />
Amnon Friedman – Künstler<br />
Uri Ganani – Musikwissenschaftler<br />
Tomer Gardi – Schriftsteller<br />
Ori Ginat – Aktivist<br />
William Noah Glucroft – Fotograf und Journalist<br />
Gadi Goldberg – Übersetzer<br />
Maja Gratzfeld – Bildende Künsterlin<br />
Olga Grjasnowa – Schriftstellerin<br />
Harri Grünberg – Wissenschaftler<br />
Yara Haskiel – Video-Künstlerin<br />
Iris Hefets – Authorin und Psychotherapeutin<br />
Yaar Hever – Webentwickler<br />
Na’aman Hirschfeld – Historiker<br />
Sharon Horodi – Künstlerin<br />
Sapir Huberman – Künstlerin<br />
Dr. Ofri Ilany – Historiker und Journalist<br />
Dani Issler – Wissenschaftler<br />
Michal Kaiser Livne – Psychoanalytikerin<br />
Liad Houssein Kantarovicz – Performance Künstlerin<br />
Elad Lapidot – Dozent für Philosophie<br />
Angelika Levi – Filmmacherin<br />
Ruth Luschnat – Aktivistin<br />
Gal Katz – Philosoph<br />
Yosi Lampel – Herausgeber<br />
Armin Langer – Aktivist und Autor<br />
Tamir Lederberg – Künstler<br />
Dikla Levinger – Leiterin von Hashomer Haztair in Berlin<br />
Ariel Nil Levy – Schauspieler<br />
Adi Liraz – Künstlerin, Kuratorin und Aktivistin<br />
Gal Liraz – Musiker<br />
Gur Liraz – Musiker<br />
Sharon Mantel – Künstlerin<br />
Naomi Mark – Menschenrechtlerin<br />
Lianne Merkur – Doktorandin<br />
Dovrat Meron – Performance Künstlerin<br />
Inna Michaeli – Sozialwissentschaftlerin<br />
Yonatan Miller – Aktivist<br />
Anka Mirkin – Künstlerin<br />
Etay Naor – Aktivist<br />
Hagar Ophir – Künstlerin<br />
Dr. Hava Oz – Wissenschaftlerin<br />
Deborah S. Phillips – Künstlerin<br />
Einat Podjarny – Aktivistin<br />
Ella Ponizovsky, Künstlerin und Designerin<br />
Ruth Preser – Wissenschaftlerin<br />
Udi Raza – Student<br />
Prof. Dr. Fanny-Michaela Reisin – ehem. Präsidentin der Internationalen Liga f. Menschenrechte<br />
Michael Rothberg – Wissenschaftler<br />
Joel Schalit – Autor und Journalist<br />
Ella Schechter – Wissenschaftlerin<br />
Miriam Schickler – Kulturschaffende<br />
Dr. Gal Schkolnick – Wissenschaftlerin<br />
Ilona Schwetschuk – Studentin<br />
Ruth Sergel – Künstlerin<br />
Iris Shahar – Studentin<br />
Mati Shemoelof – Dichter und Schriftsteller<br />
Gil Shohat – Student<br />
Adina Stern – Lektorin und Übersetzerin<br />
Yousef Sweid- Schauspieler<br />
Hadas Tapouchi – Künstlerin<br />
Lola Tseytlin – Ton-Engineer<br />
Shlomit Tulgan – Kunstpädagogin<br />
Tanya Uri – Künstlerin<br />
Eyal Vexler – Kulturschaffende<br />
Shira Wachsmann – Künstlerin<br />
Prof. Dr.Michael Weinman – Wissenschaftler und Dozent<br />
Daphna Westerman- Künstlerin<br />
Uri Yacobi Keller – DJ<br />
Rotem Yaniv – Veranstalter<br />
Yehudit Yinhar – Künstlerin<br />
May Zeidani Yufanyi – Soziologin und Aktivistin</p>
<p><a href="http://www.juedische-stimme.de/?p=1999" target="_blank">Offener Brief gegen Zensur</a></p>
<p>siehe auch:<br />
<a href="http://www.ballhausnaunynstrasse.de/stellungnahme_der_kuratorinnen_des_festivals_after_the_last_sky_im_ballhaus_naunynstrasse_berlin_24.10.2016" target="_blank">Stellungahme der Kuratorinnen des Festivals “After the Last Sky” im Ballhaus Naunynstrasse</a> (24.10.2016)<br />
<a href="http://www.juedische-stimme.de/?p=1994" target="_blank">Gegen rechte Zensur – in Israel und Deutschland! </a>(Jüdische Stimme, 24.10.2016)<br />
<a href="http://www.ballhausnaunynstrasse.de/stellungnahme_zu_den_vorwurfen_im_artikel_gegen_israel_-__mit_offentlichen_geldern_im_tagesspiegel_von_johannes_c._bockenheimer_am_20.10.2016" target="_blank">Stellungnahme zu den Vorwürfen im Artikel &#8222;Gegen Israel &#8211; mit öffentlichen Geldern&#8220;</a> im Tagesspiegel von Johannes C. Bockenheimer am 20.10.2016 (Ballhaus Naunynstraße)</p>
<p>Artikel von Johannes C. Bockenheimer: <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/umstrittenes-kulturfestival-in-berlin-gegen-israel-mit-oeffentlichen-geldern/14711762.html">Gegen Israel &#8211; mit öffentlichen Geldern</a></p>

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<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/offener-brief-israelischer-und-juedischer-kulturschaffender-in-berlin/">Offener Brief israelischer und jüdischer Kulturschaffender in Berlin</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
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