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	<title>Brand-Israel-Archiv - BDS-Kampagne</title>
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	<description>Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen</description>
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	<title>Brand-Israel-Archiv - BDS-Kampagne</title>
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		<title>Das &#8222;S&#8220; in BDS: Lehren aus der Elbit Systems Kampagne</title>
		<link>https://bds-kampagne.de/das-s-in-bds-lehren-aus-der-elbit-systems-kampagne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2016 21:24:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Militärembargo / StopArmingIsrael / ShutElbitDown / BlockTheBoat]]></category>
		<category><![CDATA[Al-Shabaka]]></category>
		<category><![CDATA[Brand-Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Elbit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Israelische Rüstungsunternehmen wie Elbit Systems geben sich unbesiegbar, doch die israelische Rüstungsindustrie ist anfälliger als es scheint. In ihrem Artikel</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/das-s-in-bds-lehren-aus-der-elbit-systems-kampagne/">Das &#8222;S&#8220; in BDS: Lehren aus der Elbit Systems Kampagne</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="fb-root"></div>
<p><img decoding="async" class="alignleft " src="http://www.bds-info.ch/files/Upload_FR/Bilder/Kampagnen/Militaerembargo/160912_drones.png" alt="" width="242" height="116" /></p>
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<div class="nachrichtenleser block">
<div class="ce_text block">
<figure class="image_container float_above"></figure>
<p>Israelische Rüstungsunternehmen wie Elbit Systems geben sich unbesiegbar, doch die israelische Rüstungsindustrie ist anfälliger als es scheint. In ihrem Artikel untersuchen Al-Shabaka Gastautorin Maren Mantovani und Policy Advisor Jamal Juma’ nationale sowie globale Trends und identifizieren die unterschiedlichen Möglichkeiten für Menschrechtsaktivist_innen sich dafür einzusetzen, Israel für seine Völkerrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen.<br />
<span id="more-7930"></span></p>
<p><strong>Kernpunkte</strong></p>
<ul>
<li>Dem israelischen militärisch-industriellen Komplex stehen harten Zeiten bevor, so berichten die grossen israelischen Rüstungsunternehmen, bei denen 2015 die Alarmglocken läuteten aufgrund des starken Rückgangs ihrer internationalen Verträge verkünden.</li>
<li>Elbit Systems, eines der grössten israelischen Rüstungsunternehmen, musste in Frankreich und Brasilien grosse Verluste verbuchen und legt aufgrund seriner aggressiven internationalen Kaufstrategie eine besondere Anfälligkeit zu Tage</li>
<li>Obwohl die bevorstehenden israelischen Rüstungsverkäufe nach Europa, Lateinamerika und Asien vielversprechend erscheinen, ist die Tatsache, dass die israelische Rüstungsindustrie gewisse Schwierigkeiten hat, eine grosse Chance für die internationale Solidaritätsbewegung sich mit der palästinensischen Bevölkerung sich für ein Waffenembargo einzusetzen.</li>
</ul>
<p><strong>Einer „unbesiegbaren“ Industrie stehen harten Zeiten bevor</strong></p>
<p>Trotz der Bemühungen der Palästinener_innen und ihren Unterstützer_innen, darunter auch einige Finanzinstitutionen und Regierungen, erscheint die israelische Rüstungsindustrie so unbesiegbar wie die Waffen, die sie produziert. Ein Treffen der grössten Rüstungsunternehmen mit der Regierungim im Oktober 2015, in dem der starke Rückgang der Rüstungsexporte thematisiert wurde, weisst jedoch darauf hin, dass der unbesiegbare Status der Rüstungsindustrie ins Wanken gerät. Jüngste nationale und globale Entwicklungen , auf die unten eingegangen wird, steigern die Anfälligkeit der Industrie.</p>
<p><strong>Wie Elbit Systems und die „Brand Israel“ an Einfluss verlieren</strong></p>
<p>Elbit Systems, eines der grössten israelischen Rüstungsunternehmen, hat starke Verluste in Frankreich und Brasilien erlitten. Diese beiden Länder nehmen beinahe entgegengesetzte Standpunkte zur Frage Palästinas ein. Die französische Regierung zeigt sich eher gleichgültig gegenüber den Rechten der Palästinenser_innen, die brasilianische Regierung von 2003 bis Mai 2016 hingegen zeigte sich solidarisch.</p>
<p>Im Jahr 2016 entschied sich Frankreich <a href="http://www.bdsfrance.org/le-drone-watchkeeper-delbit-system-est-ecarte-par-larmee-francaise" target="_blank">gegen den Kauf von Elbit-Drohnen</a>. Die Firma, welche den Auftrag erhalten hat, kaschierte den Fakt, dass auch ihre Drohnen mit Komponenten der Elbit-Technologie ausgestattet sind. In Brasilien verlor die Elbit-Tochterfirma AEL Sistemas im Jahr 2014 ein <a href="https://bdsmovement.net/2014/elbit-systems-loses-key-brazil-deal-12878" target="_blank">Technologiepark-Projekt</a>, wo militärische Satelliten hätten installiert werden sollen. Im Jahr 2016 gab Elbit sein <a href="http://ir.elbitsystems.com/phoenix.zhtml?c=61849&amp;p=irol-newsArticle&amp;ID=2127169" target="_blank">Drohnenforschungs- und Entwicklungsprogramm</a> in Brasilien auf, nachdem das Verteidigungsministerium die Finanzierung abgelehnt hatte. Im Fall Frankreich ist es unklar, in welchem Masse der Druck der Palästina-Solidaritätsbewegung die Entscheidung beeinflusst hat. Im Fall Brasilien hingegen, spielten die BDS Bewegung und die schwierigen Beziehungen zwischen der brasilianischen und der israelischen Regierung klar eine Rolle.</p>
<p><strong>Den Mythos der israelischen technologischen Überlegenheit demontieren</strong></p>
<p>Der Mythos der Überlegenheit israelischer Waffen hat vor kurzem schwere Rückschläge erlitten. So wurde die Wirksamkeit des „Iron Dome“ im Anschluss an den israelischen Angriff auf Gaza im Jahr 2014 stark <a href="http://www.haaretz.com/opinion/.premium-1.606034" target="_blank">in Frage gestellt</a>.  Während Israel sich selber als marktführend im Bereich der Cyber-Sicherheit darstellt, kam es in Bezug auf seine Software und Datenverarbeitungsunternehmen wiederholt zu rufschädigenden Skandalen.</p>
<p>Die Transfer der israelischen Technologie ist an politische Bedingungen geknüpft; in der Regierungszeit der  Kongresspartei in Indien von  2004-14 beschwerten sich beispielsweise Diplomat_innen, dass enge militärische Beziehungen mit Israel es für die Regierung schwierig machten, Maßnahmen in Solidarität mit dem palästinensischen Volk ergreifen.</p>
<p><strong>Lokale und globale Verschiebungen  in der israelischen Militärindustrie</strong></p>
<p>Der Trend der Privatisierung der Militärindustrie Israels dürfte die Dynamik vertiefen, dass Unternehmen ihre Gewinne für sich verbuchen, während Verluste zu Lasten des Staates und der Bürger_innen gehen.</p>
<p>Der wachsende Trend im  globalen Rüstungssektor, unter anderem in Israel, innerhalb des Klientelstaates zu produzieren, bedeutet für ein Unternehmen wie Elbit Systems fortwährend  Unternehmen erwerben und  Darlehen aufnehmen zu müssen, um den Kapitalfluss zu gewährleisten. Das macht es anfällig für Solvenzkrisen. Dieser Trend führt darüber hinaus dazu, dass die  Industrie der Klientelstaaten  nach Israel ausgelagert werden auf  Kosten ihrer  eigenen nationalen Industrien.</p>
<p>Israelische Militärexporte nach Europa, Lateinamerika und Asien verzeichnen ein steigendes Wachstum.  Was die laufenden Verhandlungen Israels mit den USA für ein neues 10-Jahres- Militärhilfeabkommen  angeht, in dem der Finanzierungsbetrag  gegenwärtig  auf 3,1 Milliarden Dollar jährlich erhöht werden soll,  so sehen die USA vor, dass der bisherige prozentuale Anteil, den Israel davon in seine eigene Militärindustrie investieren konnte,  gekürzt werden soll.</p>
<p><strong>Gemeinsam gegen Militarisierung</strong></p>
<p>Die Forderung nach einem ein Militärembargo gegen Israel ist nicht nur im palästinensischen Aufruf für Menschenrechte verankert, sondern ist auch Teil eines weltweiten Kampfes gegen eine zunehmende Militarisierung der Gesellschaft. Man ist sich des Beitrages der israelischen Rüstungs- und &#8222;homeland security&#8220;-Industrie und ihrer weltweiten Exporte von neuen Technologien und Methoden, entwickelt und getestet durch die militärische Besetzung palästinensischen Landes, an dieser Militarisierung zunehmend bewusst. Verbindungen zu anderen Bewegungen sind entstanden, so zum Beispiel zwischen der palästinensischen Solidaritätsbewegung und der <em>Black Lives Matter </em>Bewegung in den USA, die seit August 2016 den BDS-Aufruf <a href="http://www.haaretz.com/israel-news/1.735206" target="_blank">offiziell unterstützt</a>.</p>
<p><strong>Die Schwachstellen des israelischen Militärs nutzen</strong></p>
<p>Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Aktivist_innen sich für ein Waffenembargo einsetzen können, dadurch den militärisch-industriellen Komplex in Frage stellen und den Profit der Rüstungsindustrie vermindern können. Dazu gehören Sensibilisierungskampagnen und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Solidarität von Gruppierungen, die ebenfalls von Krieg und Unterdrückung betroffen sind. Eine weitere Möglichkeit bietet die öffentliche Verbreitung der Anzeichen dafür, dass die israelische Militärtechnologie nicht so wirksam und problemlos ist, wie dies dargestellt wird.</p>
<p>Darüber hinaus sollten palästinensische Aktivist_innen Druck auf die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) und die Palästinensische Autonomiebehörde (PNA) ausüben, damit diese ihre diplomatischen Kontakte und ihren Einfluss in einzelnen Staaten und bei den Vereinten Nationen entsprechend nutzen.</p>
<p>Aktivist_innen sollten versuchen die Schwachstellen einiger Rüstungsunternehmen zu verstehen und diese gezielt zu nutzen. Elbit Systems ist dabei, aufgrund seiner Aktivitäten in der Finanzspekulation und seiner lokalen Präsenz in vielen Ländern, besonders angriffbar.</p>
<p>Vollständiger Artikel auf <a href="https://al-shabaka.org/briefs/s-bds-lessons-elbit-systems-campaign/" target="_blank">Al-Shabaka</a></p>
<p><em>Übersetzung des <a href="https://al-shabaka.org/summaries/s-bds-lessons-elbit-systems-campaign/" target="_blank">Executiv Summary</a> durch BDS Schweiz</em></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/das-s-in-bds-lehren-aus-der-elbit-systems-kampagne/">Das &#8222;S&#8220; in BDS: Lehren aus der Elbit Systems Kampagne</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Open letter to Blixa Bargeld and Teho Teardo: Don&#8217;t play in Apartheid Israel!</title>
		<link>https://bds-kampagne.de/open-letter-to-blixa-bargeld-and-teho-teardo-dont-play-in-apartheid-israel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Sep 2016 16:44:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultureller Boykott]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
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		<category><![CDATA[Scottish Palestine Solidarity Campaign]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BDS Amsterdam &#8211; BDS Berlin &#8211; BDS-Gruppe Bonn &#8211; BDS Hamburg -BDS Initiative Oldenburg &#8211; BDS Italia &#8211; BDS Madrid</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/open-letter-to-blixa-bargeld-and-teho-teardo-dont-play-in-apartheid-israel/">Open letter to Blixa Bargeld and Teho Teardo: Don&#8217;t play in Apartheid Israel!</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="fb-root"></div>
<p><img decoding="async" class="alignleft " src="https://bdsmovement.net/sites/all/themes/bds/logo.png" alt="" width="202" height="65" /></p>
<p>BDS Amsterdam &#8211; BDS Berlin &#8211; BDS-Gruppe Bonn &#8211;<br />
BDS Hamburg -BDS Initiative Oldenburg &#8211; BDS Italia &#8211; BDS Madrid &#8211; BDS Nederland &#8211; BDS South Africa &#8211; Gaza Action Ireland &#8211; Ireland Palestine Solidarity Campaign (IPSC) &#8211; Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe- Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.- Scottish Palestine Solidarity Campaign (SPSC)</p>
<p>haben sich in einem offenen Brief an Blixa Bargeld and Teho Teardo gewandt und sie aufgefordert, ihren Konzertauftritt am 15. September 2016 in Tel Aviv zu überdenken.</p>
<p><span id="more-7820"></span></p>
<p style="text-align: right;">September 2, 2016</p>
<p>Hello Blixa and Teho,<br />
We are writing with regard to your show in Tel Aviv scheduled for the 15th of September.</p>
<p>Perhaps you are not fully aware of the call (1) from Palestinian civil society for a cultural boycott of Israel, similar to the famous boycott against apartheid South Africa in the 1980s.</p>
<p>The call to boycott Israel until it complies with international law and universal principles of human rights was first made in 2005, by over 170 (now over 200) Palestinian civil society groups. The boycott is a non-violent tactic against oppressive state power. It would be extremely disappointing if artists of your stature chose to break this call for solidarity with the Palestinian people, particularly at a time when Israel is escalating its daily attacks on them.</p>
<p>Israel regularly commits numerous violations (2) of international law in occupied Palestinian territories, among them: land theft and annexation; military control over the civilian population; stealing of natural resources such as natural gas, stone and water; punitive demolition of houses; continuous expansion of settlements; mass arbitrary arrest and torture, including of children; and restrictions on freedom of movement. In addition, there are, of course, countless onslaughts on the West Bank and Gaza. This violence is overwhelmingly asymmetrical. (3)</p>
<p>In the 2014 attack on Gaza over 2,200 Palestinians, most of them civilians, and over 550 of them children, were killed (4) by Israeli bombing. Over 11,200 Palestinians were injured including over 3,400 children. 18,000 homes were damaged or completely destroyed. More than 70 medical facilities were damaged or completely destroyed. All this violence was carried out against people living in already desperate conditions, indeed, prior to that attack the UN released a report that Gaza would become unlivable by 2020 unless the siege was lifted.</p>
<p>Culture isn’t created in a vacuum, but is both the product and the mirror of our reality. We are all responsible for and to one another. The Israeli Foreign Ministry stated (5) in 2005 that &#8222;We are seeing culture as a hasbara (propaganda) tool of the first rank, and I do not differentiate between hasbara and culture&#8220;. The reality is, that whether they wish it or not, Israel utilizes artists playing in Israel as part of this &#8218;culture washing’ of its crimes against the Palestinian people.</p>
<p>Einstürzende Neubauten deservedly earned respect, as well as a place in cultural history by inventing, constructing and deconstructing their own instruments in a defiant show of creativity. We wonder if Blixa and Teho Teardo wish to be deconstructed by the state of Israel and reconstructed as instruments of its “Brand Israel“ propaganda campaign?</p>
<p>There is growing support all over the world for BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) of Israel, and many artists have refused to cross the Palestinian picket line, among them: Roger Waters, Lauryn Hill, Brian Eno, Ken Loach, Faithless, Elvis Costello, Thurston Moore, Talib Kweli, the late Gil Scott Heron, Cassandra Wilson, Cat Power, Stevie Wonder, Mira Nair, Alice Walker, Mike Leigh, Arundhati Roy, and Jean Luc Godard.<br />
We sincerely hope that Blixa and Teho act conscientiously and join them in their acts of solidarity.</p>
<p>Yours sincerely,</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/BDS-Amsterdam-454150044788214/?fref=ts" target="_blank">BDS Amsterdam</a><br />
<a href="http://bdsberlin.org/" target="_blank">BDS Berlin</a><br />
<a href="https://bdsgruppebonn.wordpress.com/" target="_blank">BDS-Gruppe Bonn</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/bdshamburg/?fref=ts" target="_blank">BDS Hamburg</a><br />
BDS Initiative Oldenburg<br />
<a href="http://bdsitalia.org/" target="_blank">BDS Italia</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/GrupoBDSMadrid/?fref=ts">BDS Madrid</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/bdsnederland/?fref=ts" target="_blank">BDS Nederland</a><br />
<a href="http://www.bdssouthafrica.com/" target="_blank">BDS South Africa</a><br />
<a href="http://www.docp.nl/">Diensten en Onderzoek Centrum (docP)</a> Netherlands<br />
<a href="http://www.gazaactionireland.ie/">Gaza Action Ireland</a><br />
<a href="http://www.ipsc.ie/">Ireland Palestine Solidarity Campaign (IPSC)</a><br />
<a href="http://jpdg.de/">Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe</a><br />
<a href="http://www.juedische-stimme.de/" target="_blank">Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.</a><br />
<a href="http://www.scottishpsc.org.uk/">Scottish Palestine Solidarity Campaign (SPSC)</a></p>
<p>(1) <a href="https://www.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%2Fbdsmovement.net%2Fcall&amp;h=xAQFXgX4aAQGZj95XCprKnZfmorbObSMdTMmleAugvtXRPA&amp;enc=AZP9BQFQ9OCBmaX-iIl6pKGgDCg1x7_OfuphZAOVJKaQmKn9optMmY3Zi3A2O6g4fl82Wsnf-lPjYMnwQ05BVyOiyM1m2HA7KT-1mRHC5QG695yRyHoL0vDS3qZhn9CR5PCVol-qo8lvhwvL_xC-wtTIvsbmckp5R3Ji-a5bBu0nVzqYMbkPTIYXurC9fQEGGam7D46OtYIDzVG0qJsvNeh6&amp;s=1" target="_blank" rel="nofollow">https://bdsmovement.net/call</a><br />
(2) <a href="https://www.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%2Fwww.hrw.org%2Fmiddle-east%2Fn-africa%2Fisrael%2Fpalestine&amp;h=nAQH-q1wBAQHOCH-DKUrFW0z-FuvUXyPC62Z4l6VvFB_HLA&amp;enc=AZNAof6-KSw_DIfCXv6NPJB6wpuMNVckdouH9cPxQKOKqSzjSJikaGVBAeD1r0x9ep1dP-9I8mFgLdfMfk_2yCXeUlLDJIe_Jo-MyQpjU0u_QXHLO_EFCvtdycB5Om6ZVZ1RYIhLxKyMYWM0sVkCcyqKZjuc_p5i6u-cNL3fdj0ULmk_tR0WSCwyG1VapgPfDrStqdr8Q-LTP19r_R9Wfo4k&amp;s=1" target="_blank" rel="nofollow">https://www.hrw.org/middle-east/n-africa/israel/palestine</a><br />
(3) <a href="http://l.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.countthekids.org%2F&amp;h=zAQGRF8XcAQGtfUthXnLFexh_3N1917vFS3TM2n9XAJofVA&amp;enc=AZO2dDF3Fok9zVUYvbBYqR0PbmowdoeD0XMf10HdUtqa8w7Mo6tMANyybF95vonzNaORk_CGJNlWFAe3uLEH31SqwYvNmQh_XCncFGbE5Z504vAmH3-nMq7uVcZhlLjT7x9j1xuc8f7EDBLrg8h3uJceH70Q_QOTiw4eKkCgEDLpKbLW7SS2hDqO-oXaE0Pg07hQWIHOVagruO3mM8Zm2HlB&amp;s=1" target="_blank" rel="nofollow">http://www.countthekids.org/</a><br />
(4) <a href="http://l.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fgaza.ochaopt.org%2F2015%2F06%2Fkey-figures-on-the-2014-hostilities%2F&amp;h=XAQERrgJ3AQHUHbrJfcFDmzYx3c63bTaKLWs_CNSyyQGuuA&amp;enc=AZMthiazi1R5jiJp8H6-q1kcHYM3NLsODej4cD9BZHKBFElztTueB_7UynDL-STYewQelEdswjYYa2hRMTIPHKBg_yW-2IRtgVislN5YWY3J2_GlDqqpZqk-ojj6MYR1_nDe6XE09z845kgC71aQD1CCxcx7tp6IKCr9WVbmoxl7iGiFvdNRqR9uxhYo_p08yesV23xnHAXrSOVMa7Z8Ocn8&amp;s=1" target="_blank" rel="nofollow">http://gaza.ochaopt.org/…/key-figures-on-the-2014-hostilit…/</a><br />
(5) <a href="http://l.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.haaretz.com%2Fprint-edition%2Ffeatures%2Fabout-face-1.170267&amp;h=RAQHgUkoNAQGkp8GiO3Db3ziw0Yb7onERQqzX9uT4a7uRwQ&amp;enc=AZNOfeZnZNv-mylqCLrSD1teWGmoJSRL1nwz6DbXkZvlMKTXbroc39Ivwd9ZCrXT2TWBrFrsUZocR6CTDmkMH6lT4AeeP0sAPjiMDuuU4RkcrlpbrnaGsE4Fq4Upm9E-KMIDMS4zRd9so60ShO4i4Qw7F0obrLVTlGkbsL5aGTMXk-L3RXEhvg0ACCp_xuiCyLkIV_CLH2Fmfgse49J7yS1k&amp;s=1" target="_blank" rel="nofollow">http://www.haaretz.com/print-e…/features/about-face-1.170267</a></p>
<p class="title"><a href="https://bds-kampagne.de/2016/09/04/offener-brief-an-blixa-bargeld-und-teho-teardo-spielen-sie-nicht-fuer-apartheid-israel/" target="_blank">Offener Brief an Blixa Bargeld und Teho Teardo: Spielen Sie nicht in Apartheid Israel!</a><br />
<a href="http://bdsitalia.org/index.php/comunicati-bac/2148-blixa-teho" target="_blank">Lettera aperta a Blixa Bargeld e Teho Teardo: Non esibitevi per l&#8217;apartheid israeliana!</a></p>
<p><strong>There are further letters to Blixa Bargeld and Teho Teardo from</strong></p>
<ul>
<li>The Palestinian Students’ Campaign for the Academic Boycott of Israel<br />
<a href="http://www.odsg.org/co/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=3332:an-open-letter-from-gaza-to-blixa-bargeld-and-teho-teardo-dont-normalize-racism&amp;catid=39:Statements&amp;Itemid=62">An Open Letter from Gaza to Blixa Bargeld and Teho Teardo: Don’t Normalize Racism</a></li>
<li>BOYCOTT! SUPPORTING THE PALESTINIAN BDS CALL FROM WITHIN</li>
<li><a href="http://boycottisrael.info/node/272" target="_blank"> Second letter as a follow-up to </a><a href="http://boycottisrael.info/node/271">the previous appeal (see below) </a><a href="http://boycottisrael.info/node/272" target="_blank">. </a>It is commendable of Blixa to make a TV film on the ex-Israeli musician and Boycott from Within member, Dror Feiler, due to air 11 September on Arte TV channel. It is especially important as the film also shines a light on Israel&#8217;s savage siege of Gaza&#8230;<br />
[first letter]<a href="http://boycottisrael.info/node/271">Israeli Citizens Appeal to Blixa Bargeld and Teho Teardo</a></li>
<li>Zazafl Justice for all peoples. One world, one love.<br />
<a href="https://zazafl.wordpress.com/2016/09/" target="_blank">Blixa Bargeld and Teho Teardo – Please Don’t Play Apartheid Israel</a></li>
</ul>

<div class="twitter-share"><a href="https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fbds-kampagne.de%2Fopen-letter-to-blixa-bargeld-and-teho-teardo-dont-play-in-apartheid-israel%2F&#038;via=BDSKampagne" class="twitter-share-button">Twittern</a></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/open-letter-to-blixa-bargeld-and-teho-teardo-dont-play-in-apartheid-israel/">Open letter to Blixa Bargeld and Teho Teardo: Don&#8217;t play in Apartheid Israel!</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zehn Jahre Boycott – Divestment – Sanctions (BDS)</title>
		<link>https://bds-kampagne.de/zehn-jahre-boycott-divestment-sanctions-bds/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2016 12:03:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zehn Jahre Boycott – Divestment – Sanctions (BDS) &#8211; Im Visier: die Komplizen der Besatzungspolitik von Sophia Deeg Die Kampagne</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/zehn-jahre-boycott-divestment-sanctions-bds/">Zehn Jahre Boycott – Divestment – Sanctions (BDS)</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
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<p><a href="http://www.sozonline.de/2016/01/zehn-jahre-boycott-divestment-sanctions-bds/"><img decoding="async" class="alignleft" src="http://www.sozonline.de/wp-content/themes/sozonline/img/sozialistische-zeitung.png" alt="" width="168" height="103" /></a></p>
<p><strong>Zehn Jahre Boycott – Divestment – Sanctions (BDS) &#8211; </strong><strong>Im Visier: die Komplizen der Besatzungspolitik</strong><br />
von Sophia Deeg</p>
<p>Die Kampagne gegen die israelische Besatzung Palästinas ist international erfolgreich.<br />
Als zu Anfang der 2000er Jahre Palästinenser innerhalb und außerhalb Palästinas ihre Illusionen über den Oslo-Prozess, «die internationale Staatengemeinschaft» und die eigene korrupte Führung begruben und über eine wirksame Strategie von unten nachdachten, rieten südafrikanische Antiapartheidaktivisten zu einer ähnlichen internationalen Kampagne für gleiche Rechte wie die, die in Südafrika zum Erfolg geführt hatte.</p>
<p><span id="more-6536"></span></p>
<p><span id="more-15004"></span>Wenig später, im Juli 2005, rief ein breites Bündnis palästinensischer zivilgesellschaftlicher Gruppen und Organisationen dazu auf, israelische und internationale Unternehmen, die von der Besatzung, Entrechtung und Vertreibung der Palästinenser profitieren, so lange zu boykottieren sowie mit Kapitalentzug und Sanktionen zu belegen, wie Israel seinen Verpflichtungen nach internationalem Recht nicht nachkommt.</p>
<p>Die Kampagne hat sich seither rasanter entwickelt als ihr südafrikanisches Vorbild und wächst – für Israel und seine Lobby eine offenbar beängstigende Tatsache, denn seit einigen Jahren ergreifen sie Gegenmaßnahmen unterschiedlicher Art: von der Kriminalisierung israelischer oder französischer BDS-Aktivisten bis hin zur staatlichen Image-Kampagne <em>Brand Israel</em>, bei der sich israelische Künstler ausdrücklich für die Vermittlung eines positiven Bildes von Israel einspannen lassen. Der Literat Yitzhak Laor verriet: Staatliche Unterstützung gibt es nur, wenn die Künstler eine entsprechende Vereinbarung unterschreiben. Ein Kulturevent mit israelischen Künstlern z.B. in Deutschland, bei dem als Förderer die israelische Botschaft auftritt, ist also Teil der Brand-Israel-Kampagne – und somit gemäß den BDS-Richtlinien «boycottable». Selbstverständlich richtet sich BDS nicht gegen Israelis als solche.</p>
<p>Alle paar Monate verzeichnet die Kampagne international oder national bedeutende Erfolge, zieht sich hier ein Unternehmen aus einer Kooperation zurück, weigern sich dort Hafenarbeiter, Schiffe mit israelischen Waren (2014 in Oakland und an der US-Westküste) oder für Israel bestimmte Waffen (2008 in Griechenland) einlaufen zu lassen bzw. zu entladen, verkünden prominente Intellektuelle und Künstler wie Judith Butler, Naomi Klein oder Ken Loach, sich dem Boykottaufruf der Palästinenser anzuschließen, solange Israel die Menschenrechte mit Füßen tritt.</p>
<p><strong>Warum der Fokus auf Israel?</strong><br />
In der Tat sind die Verhältnisse anderswo für die ihnen ausgelieferte Bevölkerung verheerender als, teilweise, in Israel/Palästina und in den palästinensischen Flüchtlingslagern. Andere internationale zivilgesellschaftliche Kampagnen gegen Konzerne oder eine Politik, die für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, sind deshalb genauso legitim wie BDS.</p>
<p>Eine Besonderheit im Verhältnis Israels zu Europa – insbesondere zu Deutschland – und den USA ist allerdings seine «Nähe zu uns» sowie seine Pionierrolle hinsichtlich von Techniken und Strategien der Bevölkerungskontrolle und des «warehousing», wie es Jeff Halper vom <em>Israeli Committee Against House Demolitions</em> genannt hat: also der «Zwischenlagerung» einer Bevölkerung, die in einem Zustand der Rechtlosigkeit und ohne politische Stimme irgendwo eingefriedet vegetiert, durch internationale Hilfe am Verhungern gehindert und, falls sie sich auflehnt, gelegentlich auch bombardiert wird, am besten von Ferne, per Joystick. Darin ist Israel nicht besonders «schlimm», sondern schlicht beispielhaft für ähnliche Techniken und eine ähnliche Politik weltweit.</p>
<p>BDS drischt also nicht auf Israel ein, vielmehr zeigt die Kampagne auf, inwiefern wir involviert und mitverantwortlich sind – und uns gezielt verweigern können.</p>
<p>Kürzlich zog bspw. die <em>American Anthropological Association</em> (AAA) Konsequenzen aus der Feststellung ihrer fachlich-inhaltlichen Verantwortung. Die AAA folgte dem Aufruf der palästinensischen Zivilgesellschaft und begründete dies folgendermaßen: «Als Erben einer langen Forschungstradition in Sachen Kolonialismus, unterstreichen wir Anthropologen mit dieser Resolution: Das zentrale Problem liegt darin, dass Israel ein siedlerkolonialistisches Regime aufrechterhält, wobei die Grundlage in jüdischer Vorherrschaft und palästinensischer Enteignung und Entrechtung besteht.»</p>
<p>Wenn die 10000 Mitglieder zählende AAA den BDS-Aufruf mit überwältigender Mehrheit (fast 90%) unterstützt, beruft sie sich auf PACBI, den akademischen Zweig der BDS-Kampagne, der dokumentiert hat, inwiefern israelische Universitäten durchweg «an der Planung, Umsetzung und Beschönigung der Verbrechen an der palästinensischen Bevölkerung» beteiligt sind, «die mit der israelischen Besatzung, dem Siedlerkolonialismus und der Apartheid einhergehen». Das Ausmaß dieser akademischen Komplizenschaft lässt sich vielleicht am Druck erkennen, dem ein dissidenter israelischer Historiker wie Ilan Pappé ausgesetzt ist, wenn er das zionistische Narrativ in wesentlichen Punkten in Frage stellt.</p>
<p>Die Anthropologen stehen mit ihrem Beschluss in der US-amerikanischen akademischen Welt nicht allein, und ähnlich aufgeschlossen für BDS zeigen sich bereits seit Jahren akademische Zusammenschlüsse in Großbritannien oder Kanada – ein Trend, den der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin für «eine strategische Bedrohung ersten Ranges» hält. Darin stimmt ironischerweise der palästinensische Literaturwissenschaftler und PACBI-Aktivist Haidar Eid aus Gaza mit ihm überein: «Wie beim Kampf gegen die Apartheid in Südafrika wird der Boykott von Komplizeninstitutionen den langen Marsch in Richtung palästinensische Befreiung und Selbstbestimmung wesentlich voranbringen.»</p>
<p>Im Januar 2014 trug der Hollywood-Star Scarlett Johannsson unfreiwillig dazu bei, BDS weithin bekannt zu machen. Denn einerseits gefiel sie sich in der Rolle einer «Botschafterin» für Oxfam (eine NGO, die die israelische Siedlungspolitik kritisiert), anderseits posierte sie – offenbar mal wieder «lost in translation» – für SodaStream, Wassersprudler, die in eben einer solchen Siedlung produziert wurden. BDS klärte über den Widerspruch auf, und Oxfam entließ Johannsson als seine Repräsentantin. Die Diskussionen, die der Fall Scarlett Johannsson auslöste, veranlassten schließlich das Unternehmen SodaStream, die Produktion aus der Siedlung Mishor Adumim im besetzten Westjordanland in den Naqab (Negev) zu verlegen. Dort kommt dem Unternehmen nun die staatliche Politik gegenüber den Beduinen entgegen, die als israelische Staatsbürger zweiter Klasse gehalten werden. Seit Jahren werden sie ihrer traditionellen Lebensgrundlage beraubt, enteignet und in eigens eingerichteten Ortschaften konzentriert – für SodaStream eine ideal ausbeutbare Belegschaft.</p>
<p>Die Firma bleibt deshalb auf der BDS-Agenda: Es entspricht den wenigen unverrückbaren Prinzipien der Kampagne, dass sie sich solange nicht erübrigt, wie (nicht nur) die völkerrechtswidrige Besatzung und Kolonialisierung fortbestehen, (sondern auch) in Israel selber Palästinenser und andere nichtjüdische Staatsbürger nicht gleichgestellt sind und Israel dem Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge nicht entspricht. Weil für BDS keine dieser Forderungen nachrangig ist, wurde übrigens die kürzlich von der EU gegenüber Israel geforderte korrekte Etikettierung von Waren aus besetzten Gebieten nicht als Triumph gefeiert. Wenn SodaStream in mehreren Ländern weltweit von der BDS-Kampagne attackiert wird, so geschieht das nicht, weil die Firma «besonders schlimm» wäre – sie bot sogar den von ihr in der Westbank enteigneten und dann angestellten palästinensischen Arbeitern relativ gute Bedingungen. Entscheidend ist jedoch, dass sie genauso eindeutig gegen Arbeiterrechte, für Kolonialismus, Vertreibung und Rassismus steht wie fast jede israelische Firma oder Institution, ob sie nun in den Siedlungen oder in Israel selber produziert und das kaum jenseits der systematischen Ungleichheit, die Israel inhärent ist.</p>
<p><strong>Zusammenarbeit mit anderen Bewegungen</strong><br />
BDS vereint ein breites Spektrum sozialer Bewegungen und Gruppen: Gewerkschafter, Antirassisten, Menschenrechtsgruppen u.v.a., logischerweise auch kritische jüdische Initiativen in Israel und weltweit, die, gerade weil sie die eigene Geschichte ernst nehmen, die israelische Politik nicht hinnehmen wollen.</p>
<p>Die britische nationale Lehrergewerkschaft (die größte ihrer Art in Europa) sprach sich 2014 für den palästinensischen BDS-Aufruf aus und folgte damit dem britischen Gewerkschaftsdachverband TUC in seiner Boykottpolitik. Südafrikanische Gewerkschaften sind schon lange im Boot, wie überhaupt zahlreiche Gewerkschaften weltweit. So beteiligen sich französische Gewerkschaften – SUD, Solidaires – an der Kampagne gegen das Unternehmen Orange, das Telefontechnologie für israelische Siedlungen bereitstellt, wodurch es an den damit einhergehenden Verstößen gegen internationales Recht beteiligt ist.</p>
<p>Ebenfalls seit 2014 werden die Büros der <em>Bill Gates Foundation</em> in London, Johannesburg und Seattle solange von Demonstranten belagert und durch eine Petition mit 14000 Unterschriften unter Druck gesetzt, bis die Stiftung ihr Kapital aus dem britischen Sicherheitsunternehmen G4S abzieht. Die Kampagne gegen G4S dauert an, bis der Rückzug der Firma aus den israelischen Gefängnissen und im Kontext der israelischen Siedlungen und der Armee, wie inzwischen zugesagt, tatsächlich vollzogen sein wird. Dabei wird nicht nur die Rolle von G4S in den israelischen Gefängnissen thematisiert, wo palästinensische politische Gefangene einsitzen und gefoltert werden; es geht auch um G4S im Kontext des US-industriellen Gefängniskomplexes und an den Außengrenzen Europas.</p>
<p>BDS ist immer wieder Vorreiter oder Mitstreiter bei gemeinsamen Kämpfen, so wenn sich in Frankreich die <em>Confédération Paysanne</em> und BDS zu einer gemeinsamen Kampagne gegen eine Drehscheibe für israelische Agrarprodukte im südfranzösischen Sète zusammentun: Die u.a. dank fehlender arbeitsrechtlicher Vorgaben billig produzierten, israelischen Agrarprodukte, die von Südfrankreich aus auf die europäischen Märkte verteilt werden sollen, werden nicht nur auf gestohlenem palästinensischen Land und unter Überausbeutung der endlichen Wasserressourcen angebaut, sie schaden auch der französischen bäuerlichen Landwirtschaft im Umland von Sète.</p>
<p>Nachdem BDS 2008 begonnen hatte, die Beteiligung des französischen Multis Veolia an der Verletzung internationalen Rechts durch Israel zu beleuchten, sah sich der Konzern in Frankreich und weltweit mit beträchtlichen Verlusten konfrontiert, weil Gemeinden Verträge in Sachen Müllentsorgung, öffentliche Verkehrsmittel oder Wasserversorgung kündigten bzw. nicht mehr verlängerten. Sie waren nicht gewillt, mit einer Firma zusammenzuarbeiten, die wesentlich am Ausbau einer Bahnlinie beteiligt ist, die Jerusalem mit israelischen Siedlungen im Westjordanland verbindet.</p>
<p>Häufig verbanden sich diese Debatten aber auch mit solchen über die gewerkschaftsfeindliche Politik der Firma und mit den Protesten der Bürger gegen Wasserprivatisierung. Veolia hat sich inzwischen gänzlich aus dem Bahnprojekt zurückgezogen und darüber hinaus erklärt, «Israel als Markt den Rücken zu kehren».</p>
<p>Nicht selten erlebe ich, dass wenig politisierte Menschen zur Kampagne stoßen und eine diffuse Wut auf Israel und eine ebenso diffuse Identifikation mit «den Palästinensern» mitbringen, denen ganz offensichtlich Unrecht geschieht – was aus unerfindlichen Gründen in Deutschland nicht benannt werden «darf». BDS kommt ohne Eifern und Moralisieren aus, ohne Israel-Bashing, Verschwörungstheorien und Spekulationen, zeigt vielmehr präzise und konkret die Zusammenhänge auf, die das Unrecht begründen. Diffuse Wut und Projektionen lösen sich beim gemeinsamen Vorbereiten von BDS-Aktionen auf.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.sozonline.de/2016/01/zehn-jahre-boycott-divestment-sanctions-bds/">SoZ &#8211; Sozialistische Zeitung</a></p>
<p>Die Verlinkung der zahlreichen Hinweise in obigem Artikel erfolgte durch <a href="http://www.bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>:</p>
<ul>
<li><a href="http://bdsmovement.net/call">Aufruf</a> palästinensischer zivilgesellschaftlicher Gruppen und Organisationen zu BDS von 2005</li>
<li><a href="http://www.mfa.gov.il/mfa/pressroom/2006/pages/international%20brand%20israel%20seminar%20to%20be%20launched%20this%20week%20by%20the%20foreign%20ministry%2024-oct-2006.aspx">Brand Israel</a></li>
<li>
<div id="stcpDiv"><a href="http://bdsmovement.net/2014/israeli-ship-is-blocked-from-unloading-in-oakland-for-four-straight-days-12482">Israeli ship is blocked from unloading in Oakland for four straight days</a></div>
</li>
<li>
<div id="stcpDiv"><a href="http://bdsmovement.net/2009/bds-pressure-in-greece-leads-to-cancellation-of-us-arms-shipment-to-israel-261">BDS Pressure in Greece Leads to Cancellation of US Arms Shipment to Israel</a></div>
</li>
<li>
<div id="stcpDiv"><a href="http://bdsmovement.net/activecamps/cultural-boycott">Cultural Boycott</a></div>
</li>
<li><a href="https://zcomm.org/znetarticle/the-palestinians-warehousing-a-surplus-people-by-jeff-halper/">Jeff Halper</a>: The Palestinians: Warehousing a “surplus people”</li>
<li><a href="https://anthroboycott.wordpress.com/the-resolution/">Anthropologists for the Boycott of Israeli Academic Institutions</a></li>
<li><a href="http://www.pacbi.org/">PACBI</a> &#8211; Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel</li>
<li>Haidar Eid in<em> <span class="maintitle"><a href="http://www.pacbi.org/etemplate.php?id=2765">American Anthropological Association (AAA) conference passes BDS resolution with a whopping 88% majority</a></span></em></li>
<li><a href="http://bdsmovement.net/2014/scarlett-johansson-quits-oxfam-role-following-public-outcry-11691">Scarlett Johansson quits Oxfam role following public outcry</a></li>
<li><a href="https://electronicintifada.net/blogs/nora-barrows-friedman/listen-sodastream-quits-west-bank-yet-remains-cruel-palestinians">Listen: SodaStream quits West Bank yet remains cruel to Palestinians</a></li>
<li><a href="http://www.bds-kampagne.de/2015/09/21/die-kennzeichnung-israelischer-siedlungsprodukte-in-der-eu-genuegt-nicht-um-europas-voelkerrechtlichen-verpflichtungen-nachzukommen/">Die Kennzeichnung israelischer Siedlungsprodukte in der EU genügt nicht</a>, um Europas völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen</li>
<li><a href="http://boycottisrael.info/">BOYCOTT! | SUPPORTING THE PALESTINIAN BDS CALL FROM WITHIN</a></li>
<li><a href="https://jewishvoiceforpeace.org/boycott-divestment-and-sanctions/jvp-supports-the-bds-movement/">Jewish Voice for Peace</a> (JVP) supports the BDS movement</li>
<li>
<div id="stcpDiv"><a href="http://bdsmovement.net/2014/europes-largest-teachers-union-endorses-israel-boycott-call-12039">Europe’s largest teachers’ union endorses Israel boycott call</a></div>
</li>
<li><a href="http://bdsmovement.net/2010/british-trade-union-congress-strengthens-support-for-bds-2912">British Trade Union Congress strengthens support for BDS</a></li>
<li><a href="http://bdsmovement.net/2016/orange-drops-israel-affiliate-13648">Orange drops Israel affiliate following inspiring BDS campaign </a></li>
<li><a href="http://www.bloomberg.com/news/articles/2014-06-06/gates-foundation-sells-stake-in-u-k-security-company-g4s">Gates Foundation Sells Stake in U.K. Prison Operator G4S</a></li>
<li><a href="http://www.bdsfrance.org/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=3&amp;Itemid=4">Confédération Paysanne</a></li>
<li><a href="http://bdsmovement.net/2015/bds-marks-another-victory-as-veolia-sells-off-all-israeli-operations-13270">BDS marks another victory as Veolia sells off all Israeli operations</a></li>
</ul>

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