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	<title>Europäischer Gerichtshof-Archiv - BDS-Kampagne</title>
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	<description>Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen</description>
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	<title>Europäischer Gerichtshof-Archiv - BDS-Kampagne</title>
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		<title>Juristischer Sieg gegen die Europäische Kommission ebnet den Weg zur Beendigung des Handels mit illegalen Siedlungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Sep 2021 13:17:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ECCP]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union (EU)]]></category>
		<category><![CDATA[Presseerklärung/-mitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Bürgerinitiative]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Europäischer Gerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[illegale Siedlungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung Am 8. September 2021 registrierte die Europäische Kommission eine Europäische Bürgerinitiative (EBI), die ein Ende des Handels mit illegalen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/juristischer-sieg-gegen-die-europaeische-kommission-ebnet-den-weg-zur-beendigung-des-handels-mit-illegalen-siedlungen/">Juristischer Sieg gegen die Europäische Kommission ebnet den Weg zur Beendigung des Handels mit illegalen Siedlungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="fb-root"></div>

<p><em><strong>Pressemitteilung <br></strong></em></p>
<p>Am 8. September 2021 registrierte die Europäische Kommission eine <a href="https://europa.eu/citizens-initiative/initiatives/details/2021/000008_en" target="_blank" rel="noopener">Europäische Bürgerinitiative (EBI)</a>, die ein Ende des Handels mit illegalen Siedlungen in besetzten Gebieten wie Palästina und der Westsahara fordert.</p>
<p>Dies geschah erst, nachdem die Organisator*innen der Initiative eine Klage gegen die Europäische Kommission <a href="https://www.eccpalestine.org/eu-court-sides-with-european-citizens-in-settlement-trade-case/" target="_blank" rel="noopener">gewonnen hatten</a>, die die Initiative zunächst mit der Begründung nicht dafür zuständig zu sein abwies. Die Ablehnung wurde vom Europäischen Gerichtshof für nichtig erklärt.</p>
<p><strong>Maître Gilles Devers, der die Organisator*innen der EBI vor den EU-Gerichten vertritt, erklärt: </strong></p>
<p>&#8222;Meine Mandant*innen haben nie versucht, ausländische Staaten zu sanktionieren; ihre einzige Forderung war, dass die EU ihren internationalen Verpflichtungen nachkommt und aufhört, die souveränen Rechte der besetzten Völker über ihre Heimat und ihre Ressourcen zu verhökern.</p>
<p>Mit ihrer Zustimmung zur Registrierung der Bürgerinitiative erkennt die Kommission offiziell an, dass die Beendigung des Handels mit illegalen Siedlungen eine EU-Handelsmaßnahme und keine Sanktion ist. Diese Entscheidung ist ein bedeutsamer rechtlicher Schritt: Nachdem sie sich jahrelang ihrer eigenen Verantwortung entzogen hat, erkennt die Kommission nun an, dass sie die Befugnis – und damit die Pflicht – hat, Ein- und Ausfuhrverbote für illegale Siedlungen vorzuschlagen. Die Anerkennung, dass es sich bei der Unterbindung eines solchen Handels um eine EU-Handelsmaßnahme handelt, bestätigt einmal mehr, dass die einzelnen EU-Mitgliedstaaten jederzeit beschließen können, den Handel mit Siedlungen im Rahmen der Gemeinsamen EU-Einfuhrregelung einzustellen, die Einfuhrbeschränkungen aus Gründen der öffentlichen Moral und der öffentlichen Ordnung zulässt. Dank der Entschlossenheit meiner Mandant*innen können die Entscheidungsträger*innen der EU nicht länger die Augen vor dem Handel mit illegalen Siedlungen verschließen.&#8220;</p>
<p><strong>Tom Moerenhout, einer der Organisator*innen der EBI, erklärt dazu:</strong></p>
<p>&#8222;Wenn die Kommission tatsächlich ihre Befugnis anerkennt, den Handel mit illegalen Siedlungen zu beenden, warum hat sie dann all die Jahre den Handel mit diesen illegalen Siedlungen zugelassen? Dies war und ist ein direkter Verstoß gegen ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen.&#8220;</p>
<p>Dieser juristische Sieg muss nun in die Tat umgesetzt werden, um den Handel mit illegalen Siedlungen in allen gegenwärtigen und zukünftigen Besatzungskonflikten im Zusammenhang mit Besatzung endgültig zu unterbinden. Dies muss an vier Fronten erfolgen.</p>
<p style="padding-left: 40px;">1. Einzelne Mitgliedstaaten können und sollten ihre eigenen Pläne zur Ächtung des Handels mit illegalen Siedlungen vorantreiben. Dies wird die Kommission veranlassen, endlich dasselbe für die gesamte EU zu tun.</p>
<p style="padding-left: 40px;">2. Zweitens können europäischen Bürger*innen die Kommission dazu drängen, den Handel mit Siedlungen einzustellen, indem sie die Europäische Bürgerinitiative unterzeichnen. 1 Million Unterschriften und die Kommission wird die Macht der EU-Bürger*innen spüren, die fordern, dass der EU-Handel die Menschenrechte respektiert.</p>
<p style="padding-left: 40px;">3. Drittens können die Mitglieder des Europäischen Parlaments endlich eine aktivere Rolle bei der Gewährleistung der demokratischen Kontrolle der Außenwirtschaftsbeziehungen der EU spielen. Der Ausschuss für internationalen Handel und einzelne EU-Abgeordnete können die Kommission unverzüglich auffordern, eine allgemeine Regel einzuführen, die den Handel mit illegalen Siedlungen beendet.</p>
<p style="padding-left: 40px;">4. Viertens können und sollten die Regierungen der Mitgliedstaaten im Europäischen Rat über die Einstellung des Handels mit illegalen Siedlungen diskutieren. Der Rat kann die Kommission ersuchen, mit einfacher Mehrheit einen Vorschlag auszuarbeiten und mit qualifizierter Mehrheit darüber abstimmen. Es bedarf dazu nicht der Einstimmigkeit der Mitgliedstaaten im Rat, wie dies bei außenpolitischen Maßnahmen, einschließlich Sanktionen, erforderlich ist.</p>
<p>Es ist höchste Zeit, dass die EU ihren rechtlichen Verpflichtungen nachkommt. Untätigkeit kann nicht mehr mit fehlendem Konsens im Europäischen Rat über Handelssanktionen gegen einen bestimmten Besatzungsstaat gerechtfertigt werden. Nichts hält die europäischen Bürger*innen, Parlamentarier*innen und Regierungen mehr davon ab, endlich entscheidende Schritte auf nationaler und EU-Ebene zu unternehmen, um den Handel mit illegalen Siedlungen zu beenden, die die Menschenrechte und den internationalen Frieden und die Stabilität bedrohen.</p>
<p>Hintergrundinformationen über die Europäische Bürgerinitiative sind <a href="https://www.eccpalestine.org/citizens-initiative-on-the-ban-of-trade-with-illegal-settlements-qa/" target="_blank" rel="noopener">unter diesem Link</a> zu finden.</p>
<p>Weitere Informationen und Gesetzesvorlagen sind auf <a href="http://stopsettlements.org/site/call-to-action/">unserer Website</a> zu finden.</p>
<p>Siehe auch die vom European Legal Support Center (ELSC) veröffentlichte <a href="https://elsc.support/cases/the-european-court-of-justice-annuls-the-commissions-refusal-to-register-a-citizens-initiative-calling-for-the-regulation-of-eu-trade-with-occupied-territories/" target="_blank" rel="noopener">Zusammenfassung des Rechtsstreits gegen die Europäische Kommission</a>.</p>
<p><b>Kontaktpersonen für die Medien</b></p>
<p><b>Tom Moerenhout – 0032 485 43 73 36 – </b><a href="mailto:moerenhout.tom@gmail.com"><b>moerenhout.tom@gmail.com</b></a><b> </b></p>
<p><b>Devers Law Office – 0033 (0)6 29 23 06 88 – ​​</b><a href="mailto:accueil@devers-avocats.fr"><b>accueil@devers-avocats.fr</b></a><b> </b></p>
<p><a href="https://www.eccpalestine.org/legal-victory-against-the-european-commission-paves-the-way-to-stop-trade-with-illegal-settlements/" target="_blank" rel="noopener">Legal victory against the European Commission paves the way to stop trade with illegal settlements.</a><br>Übersetzung: <a href="http://bdsberlin.org/" target="_blank" rel="noopener">BDS Berlin</a></p>
<p>Siehe auch: <br><a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_21_4603" target="_blank" rel="noopener">Europäische Bürgerinitiative: Kommission registriert neue Initiative</a><br><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32021D1484&amp;from=DE" target="_blank" rel="noopener">DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS (EU) 2021/1484 DER KOMMISSION / Amtsblatt der Europäischen Union</a></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>

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<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/juristischer-sieg-gegen-die-europaeische-kommission-ebnet-den-weg-zur-beendigung-des-handels-mit-illegalen-siedlungen/">Juristischer Sieg gegen die Europäische Kommission ebnet den Weg zur Beendigung des Handels mit illegalen Siedlungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
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		<title>04. Februar 2011 Offener Brief an FRUIT LOGISTICA</title>
		<link>https://bds-kampagne.de/04-februar-2011-offener-brief-an-fruit-logistica/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bjoern]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 18:56:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fruit Logistica]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Agrexco]]></category>
		<category><![CDATA[BDS Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Europäischer Gerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[Jordan-Tal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren, auch bei der diesjährigen Fachmesse Fruit Logistica, die vom 9. bis 11.Februar in Berlin stattfindet,</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/04-februar-2011-offener-brief-an-fruit-logistica/">04. Februar 2011 Offener Brief an FRUIT LOGISTICA</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="fb-root"></div>
<div class="entry-content">
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>auch bei der diesjährigen Fachmesse Fruit Logistica, die vom 9. bis 11.Februar in Berlin stattfindet, sind zahlreiche Anbieter aus Israel vertreten. Darunter zum Beispiel auch das bekannte Außenhandelsunternehmen Agrexco (Carmel Agrexco Agricultural Export Co. Ltd).</p>
<p>Unerwähnt bleibt, dass Agrexco auch 60-70% der landwirtschaftlichen Produkte, die in israelischen Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten angebaut werden, vertreibt.</p>
<p>Dies bestätigte der damalige Generalmanager von Agrexco in Großbritannien, Amos Orr, während eines Gerichtsverfahrens im Jahre 2006.</p>
<p>Und im Jahre 2010 stellte das Russell Tribunal über Palästina in London fest, dass die israelische Handelsgesellschaft Agrexco aktiv an der Missachtung der Rechte der Palästinenser in den besetzten Gebieten beteiligt ist.</p>
<p>Zu einer <a href="https://bdsmovement.net/news/palestinian-civil-society-reiterates-call-full-boycott-carmel-agrexco">internationalen Koalition gegen Agrexco</a> gehören auch zivilgesellschaftliche Organisationen aus Palästina</p>
<p>Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass der Vertrieb von Produkten aus besetzten Gebieten völkerrechtswidrig ist.<br />
Das Ursprungszertifikat &#8218;Israel&#8216; ist oft irreführend:</p>
<p>Viele Agrarprodukte aus Israel stammen in Wirklichkeit aus den Siedlungen, die Israel in illegal besetzten palästinensischen Gebieten unterhält.<br />
Die Besatzung ist völkerrechtswidrig, und genauso ist es der Transfer der eigenen Bevölkerung auf okkupiertes Territorium.</p>
<p>Ein Beispiel: Die israelische Armee hat seit 1967 die meisten palästinensischen Einwohner im Jordan-Tal enteignet und vertrieben.</p>
<p>Der Zugang zum Jordan-Tal wird den Palästinensern militärisch versperrt, während auf ihrem Boden Siedlungen ausschließlich für Juden wie Mekhora, Mehola, Argaman,Ro’I, Hamra, Gaddid u.a. errichtet werden, in denen man Kräuter, Gemüse und Datteln produziert.</p>
<p>Auch hier ist Agrexco laut der bereits erwähnten Aussage von Herrn Orr beteiligt. Agrexco verkauft auch Datteln aus den israelischen Siedlungen im Jordantal.</p>
<p>Oft werden Produkte aus dem Jordan-Tal mit in Israel produzierten Produkten vermischt, damit sie von den Zollvergünstigungen, die Israel in Europa genießt, profitieren können. Auf den Ursprungszertifikaten steht &#8218;Israel&#8216; obwohl die von Israel besetzte Westbank gemäß internationalem Recht nicht zu Israel gehört.</p>
<p>Die Enteignung von Land und Wasser der Palästinenser, die Zerstörung ihrer Häuser, ihrer Olivenhaine, ihrer Lebensgrundlagen sind nicht mit der Verteidigung der Existenz Israels zu rechtfertigen, sie brechen das Völkerrecht und missachten die Menschenrechte.</p>
<p>Wer sagt das?</p>
<p>Das <strong>EU-Parlament</strong> fordert schon seit Jahren die Aussetzung des Assoziations-Abkommens, das Israel besonders günstige Handelsbedingungen einräumt, denn dieses Abkommen ist an die Einhaltung der Menschenrechte gebunden.</p>
<p>Der <strong>Europäische Gerichtshof</strong> in Luxemburg entschied am 25. 2. 2010, dass Produkte aus israelischen Siedlungen nicht zollfrei in die Europäische Union eingeführt werden dürfen.</p>
<p>Wir weisen darauf hin, dass dieser Brief ein Offener Brief ist und auch an die Zollbehörde geht.</p>
<p>Mit besten Grüßen und herzlichem Dank für Ihr Interesse,</p>
<p>Walid Chahrour<br />
für die <span class="caps">BDS</span>-Gruppe Berlin</p>
<p>4. Februar 2011</p>
<p><span class="caps">BDS</span> steht für Boycott – Divestment – Sanctions.<br />
Über diese von Organisationen der palästinensischen Zivilgesellschaft ausgehende und weltweit unterstützte gewaltlose Bewegung können Sie sich informieren unter:</p>
<p><a href="http://www.bdsmovement.net">www.bdsmovement.net</a> sowie<br />
<a href="http://www.bds-kampagne.de">www.bds-kampagne.de</a></p>
<p>Wir sind zu erreichen unter:<br />
<a href="https://bds-kampagne.de/2011/02/04/04-februar-2011-offener-brief-an-fruit-logistica/">bdsmovement-Berlin@web.de</a></p>
</div>

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