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	<title>Rückkehrrecht-Archiv - BDS-Kampagne</title>
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	<description>Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen</description>
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	<title>Rückkehrrecht-Archiv - BDS-Kampagne</title>
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		<title>Zum Gedenken an das von Israel vor 40 Jahren protegierte Massaker von Sabra und Shatila</title>
		<link>https://bds-kampagne.de/zum-gedenken-an-das-von-israel-vor-40-jahren-protegierte-massaker-von-sabra-und-shatila/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Sep 2022 13:27:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BNC Erklärung]]></category>
		<category><![CDATA[#UNInvestigateApartheid]]></category>
		<category><![CDATA[Apartheid]]></category>
		<category><![CDATA[Massaker]]></category>
		<category><![CDATA[Militärembargo]]></category>
		<category><![CDATA[Rückkehrrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Sabra & Shatila]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>16. September 2022 / Palestinian BDS National Committee (BNC) Heute ist es 40 Jahre her, dass Tausende von überwiegend palästinensischen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/zum-gedenken-an-das-von-israel-vor-40-jahren-protegierte-massaker-von-sabra-und-shatila/">Zum Gedenken an das von Israel vor 40 Jahren protegierte Massaker von Sabra und Shatila</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="fb-root"></div>

<p>16. September 2022 / <a href="https://bdsmovement.net/news-listing-author/%20Palestinian%20BDS%20National%20Committee%20(BNC)">Palestinian BDS National Committee (BNC)</a></p>



<p>Heute ist es 40 Jahre her, dass Tausende von überwiegend palästinensischen Flüchtlingen und libanesischen Zivilist*innen in den Flüchtlingslagern Sabra und Shatila im Libanon abgeschlachtet wurden.</p>



<p>An diesem Tag im Jahr 1982 begann unter der Aufsicht und Kontrolle der israelischen Besatzungsmacht <strong>eine fanatische, von Israel unterstützte libanesische Miliz</strong> ein geplantes <strong>dreitägiges brutales Massaker</strong> an mehreren tausend palästinensischen Flüchtlingen und libanesischen Zivilist*innen <strong>in den Flüchtlingslagern Sabra und Shatila</strong> im besetzten Beirut.</p>



<p>Die meisten Bewohner*innen der Lager waren <strong>indigene palästinensische Flüchtlingsfamilien</strong>, die im Zuge der <strong>Nakba von 1948</strong> Massaker, systematische ethnische Säuberung und Enteignungen durch zionistische Milizen und später durch den Staat Israel erlitten hatten.</p>



<p>Der nationale palästinensischen BDS-Ausschusses (BNC), die größte Koalition der palästinensischen Zivilgesellschaft, die <strong>die weltweite BDS-Bewegung</strong> führt, <strong>gedenkt heute der Tausenden Palästinenser*innen und Libanes*innen</strong>, die während des Massakers von Sabra und Shatila ermordet wurden. <strong>Wir fordern, dass Israels Regime des Siedlerkolonialismus und der Apartheid für seine brutalen Verbrechen zur Verantwortung gezogen wird.</strong></p>



<p>Dieses Massaker ist eine deutliche Erinnerung an <strong>Israels anhaltende gewaltsame Vertreibung der indigenen Palästinenser*innen und die Verweigerung des Rechts auf Rückkehr unserer Flüchtlinge.</strong></p>



<p><strong>Hintergrund:</strong></p>



<p>Das Massaker von Sabra und Shatila fand 1982 während der israelischen Invasion im Libanon statt, deren Hauptziel die Zerschlagung der dort ansässigen Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) war.</p>



<p>Am 16. September 1982 verhängten die israelischen Streitkräfte unter dem damaligen Verteidigungsminister Ariel Sharon eine undurchlässige Belagerung der Lager, um der von Israel unterstützten faschistischen libanesischen Phalange-Miliz den Einmarsch zu ermöglichen. Israel hatte die Phalange im Laufe der Jahre mit Waffen, Ausbildung und militärischer Unterstützung versorgt.</p>



<p>Sobald die palästinensische und libanesische Zivilbevölkerung im Lager eingeschlossen war, wurden im Laufe von drei Tagen, vom 16. bis 18. September 1982, <strong>Tausende von palästinensischen Flüchtlingen und libanesischen Zivilist*innen brutal vergewaltigt, verstümmelt und gefoltert. Bis zu 3.500 wurden unter Aufsicht der israelischen Besatzungstruppen grausam abgeschlachtet.</strong></p>



<p>Heute leben etwa <a href="https://al-shabaka.org/commentaries/the-mobilizing-power-of-palestinians-in-lebanon/">479.000</a> palästinensische Flüchtlinge im Libanon, davon etwa 45 % in den 12 Flüchtlingslagern des Landes. <strong>Bis heute wird palästinensischen Flüchtlingen ihr Rückkehrrecht gemäß der <a href="https://www.unrwa.org/content/resolution-194">UN-Resolution 194</a> verweigert.</strong></p>



<p><strong>JETZT MASSNAHMEN ERGREIFEN:</strong></p>



<p>&nbsp;Im Jahr 1982, nach dem Massaker von Sabra und Shatila, wurden in der 37. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen, <strong><a href="https://www.facebook.com/hashtag/UNGA37">#UNGA37</a></strong>, <strong>Sanktionen gegen Israel</strong> gefordert. Heute sollte die #UNGA77 endlich handeln und <strong>eine UN-geführte Untersuchung der israelischen Apartheid</strong> sowie die Verhängung gezielter und rechtmäßiger Sanktionen, einschließlich eines Militärembargos, zur Beseitigung der Apartheid fordern.</p>



<p><strong>Unterzeichnet jetzt unsere </strong><strong><a href="https://bdsmovement.net/unga77"><strong>E-Action</strong></a></strong><strong> und fordert, dass </strong><strong><a href="https://www.facebook.com/hashtag/UNinvestigateApartheid"><strong>#UNinvestigateApartheid</strong></a></strong><strong></strong></p>



<p>In einem empörenden und <strong>offen rassistischen</strong> Propagandaschachzug, der darauf abzielt, Israels brutales Regime des Siedlerkolonialismus und der Apartheid zu beschönigen, <strong>hat Marvel </strong>[Marvel Cinematic Universe]<strong> gerade eine neue israelische Superheldin namens Sabra enthüllt</strong>, die in seinem neuesten Film mitspielen wird. Ihre Geschichte ist dafür bekannt, dass sie rassistische Tropen verewigt und Palästinenser*innen entmenschlicht. Mehr zu diesem Thema findet ihr bei <a href="https://www.instagram.com/p/CibHhb1JNLK/?hl=en">IMEU</a>. Und behaltet unsere Website und die sozialen Medien von <a href="https://twitter.com/PACBI">PACBI</a> im Auge, um sich über bevorstehende Kampagnenaktionen zu informieren.</p>



<p><a href="https://bdsmovement.net/Sabra-Shatila-Commemorating-40-Years">Commemorating 40 years since the Israeli-sponsored massacre at Sabra and Shatila</a><br>Übersetzung Redaktion <a href="https://bds-kampagne.de/">BDS-Kampagne.de</a></p>

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			</item>
		<item>
		<title>Gaza? Gaza! &#8211; Sonderausgabe Palästina-Info April 2017</title>
		<link>https://bds-kampagne.de/gaza-gaza-sonderausgabe-palaestina-info-april-2017/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Apr 2017 14:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Broschüre]]></category>
		<category><![CDATA[BDS]]></category>
		<category><![CDATA[Blockade]]></category>
		<category><![CDATA[ethnische Säuberung]]></category>
		<category><![CDATA[Gazastreifen]]></category>
		<category><![CDATA[koloniale Intervention]]></category>
		<category><![CDATA[Rückkehrrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sonderausgabe Palästina-Info April 2017 u.a.mit folgenden Beiträgen: Unsere Weigerung zu sterben Überleben heisst auch Leben Eine unerträgliche Lage An-Nakba (die</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/gaza-gaza-sonderausgabe-palaestina-info-april-2017/">Gaza? Gaza! &#8211; Sonderausgabe Palästina-Info April 2017</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="fb-root"></div>
<p><a href="https://bds-kampagne.de/wp-content/uploads/2017/04/Gaza_PalInfo2017.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-9088" src="https://bds-kampagne.de/wp-content/uploads/2017/04/Gaza_PalInfo2017.jpg" alt="" width="227" height="314" srcset="https://bds-kampagne.de/wp-content/uploads/2017/04/Gaza_PalInfo2017.jpg 465w, https://bds-kampagne.de/wp-content/uploads/2017/04/Gaza_PalInfo2017-217x300.jpg 217w" sizes="(max-width: 227px) 100vw, 227px" /></a><br />
<a href="http://www.palaestina.ch/images/gsp-pdf/PAINFO_Sondernummer_WOZ_2017_DE_WEB.pdf" target="_blank"><strong>Sonderausgabe </strong><strong>Palästina-Info April 2017</strong></a></p>
<p>u.a.mit folgenden Beiträgen:</p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><em>Unsere Weigerung zu sterben</em></li>
<li><em>Überleben heisst auch Leben</em></li>
<li><em>Eine unerträgliche Lage</em></li>
<li>
<div><em>An-Nakba (die Katastrophe):</em></div>
<div><em>Gaza wird zum Flüchtlingslager</em></div>
</li>
<li>
<div><em>Schwieriges politisches Umfeld</em></div>
<div><em>für Selbstbestimmung</em></div>
</li>
<li>
<div class="textLayer"><em>Tüfteln an einer eingemauerten Welt</em></div>
</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-9086"></span><br />
<strong>Editorial</strong></p>
<p>Heute fallen keine Bomben auf Gaza. Oder doch? Zumindest wird ein nächster bewaffneter Konflikt in israelischen Medien als unvermeidbar beschrieben. Aber auch wenn gerade kein Krieg tobt, beklemmend ist die Lage im Gazastreifen allemal.</p>
<p>Beklemmung spricht auch aus den Antworten der Menschen bei uns, die wir gefragt haben, was ihnen zum Gazastreifen einfällt: Konflikt, Gefängnis, Krieg, kaputte Häuser, Trauer, Enge, Zerstörung, Wasserknappheit, Kinder mit Gewehren, Ungerechtigkeit. Aber auch fehlende Informationen, schlechtes Gewissen und die Unmöglichkeit, die komplexe Situation beurteilen und sich das Leben vor Ort vorstellen zu können.</p>
<p>Seit zehn Jahren ist der Gazastreifen abgeriegelt, drei Mal in dieser Zeit hat Israel das Gebiet angegriffen. Die Lage wird einhellig als katastrophal beschrieben. Und doch leben hier zwei Millionen Menschen, deren Rechte kaum mehr wahrgenommen, geschweige denn wirkungsvoll verteidigt werden. Sie wollen wir mit dieser Sondernummer ins Zentrum rücken.</p>
<p>Um zu rütteln am Überdruss und an der Gleichgültigkeit gegenüber einer humanitären Katastrophe, die sich aus politischem Kalkül in ihren einzelnen Etappen von Israel geplant und von internationalen BeobachterInnen gut dokumentiert vor unser aller Augen abspielt.</p>
<p>Wir wollen dazu einladen, sich in die Menschen dort hineinzuversetzen, die wie du und ich das Bedürfnis nach Bildung, Kultur, Gesundheit, gutem Essen, Geborgenheit und Schutz haben und die sich nicht vorschreiben lassen wollen, was sie zu denken haben. Menschen, die sich alles in allem nach einem normalen Leben sehnen, aber die Hoffnung darauf zunehmend verlieren.</p>
<p>Als geografische und politische Einheit ist der Gazastreifen ein Produkt kolonialer Intervention und ethnischer Säuberung. Was dem Gebiet wirtschaftlich, sozial und kulturell widerfährt, sehen manche als richtungweisend für das, was den PalästinenserInnen generell blüht: die Auslöschung als selbstbestimmte Gesellschaft.</p>
<p>Um diesem Prozess nicht tatenlos zuzusehen, soll auch an die dringlichsten Forderungen erinnert werden: die sofortige Aufhebung der Blockade; das Ende der Besatzung; das Ende der Diskriminierung der palästinensischen EinwohnerInnen in Israel; und das Recht auf Rückkehr der Flüchtlinge.</p>
<p>Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, ruft die palästinensische Zivilgesellschaft zu Boykott, Desinvestition und Sanktionen gegen Israel auf. Darin sehen auch wir die wirksamsten Mittel, um Israel zum Einlenken zu bringen (siehe <a href="http://www.bds-info.ch" target="_blank">www.bds-info.ch</a>).</p>
<p>2017/18 jähren sich mehrere für die Region prägende Ereignisse: 100 Jahre Balfour-Deklaration, in der Großbritannien der zionistischen Bewegung Palästina als Heimstätte versprach; 70 Jahre Nakba, die Vertreibung von vier Fünftel der palästinensischen Bevölkerung im Zug der Staatsgründung Israels; 50 Jahre Besatzung im Westjordanland, Ostjerusalem, dem Gazastreifen und auf dem Golan; 10 Jahre verschärfte Blockade des Gazastreifens. Dazu werden in der Schweiz ab Mai verschiedene Veranstaltungen stattfinden, zu denen wir herzlich einladen.</p>
<div>
<p>Ist es uns gelungen, zum besseren Verständnis der Situation beizutragen und Ansatzpunkte aufzuzeigen, was geschehen müsste, um der Bevölkerung im Gazastreifen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen? Wir hoffen es und freuen uns auf Rückmeldungen (info@palaestina-info.ch).</p>
<p>Und natürlich auch auf finanzielle Unterstützung, um unsere Arbeit weiterführen zu können.<br />
<em>Die Redaktion</em></p>
<p>Vollständige <a href="http://www.palaestina.ch/images/gsp-pdf/PAINFO_Sondernummer_WOZ_2017_DE_WEB.pdf" target="_blank"><strong>Sonderausgabe </strong><strong>Palästina-Info April 2017</strong></a></p>

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<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/gaza-gaza-sonderausgabe-palaestina-info-april-2017/">Gaza? Gaza! &#8211; Sonderausgabe Palästina-Info April 2017</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Israels Verstösse gegen das Völkerrecht (Factsheet)</title>
		<link>https://bds-kampagne.de/israels-verstoesse-gegen-das-voelkerrecht-factsheet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jan 2016 22:06:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[factsheet]]></category>
		<category><![CDATA[Kollektive Bestrafung]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Recht auf Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Rückkehrrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Völkerrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Israel verstösst mit seiner Politik gleich mehrfach gegen das Völkerrecht, was auch bereits explizit von relevanten internationalen Institution festgestellt wurde.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bds-kampagne.de/israels-verstoesse-gegen-das-voelkerrecht-factsheet/">Israels Verstösse gegen das Völkerrecht (Factsheet)</a> erschien zuerst auf <a href="https://bds-kampagne.de">BDS-Kampagne</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="fb-root"></div>
<p>Israel verstösst mit seiner Politik gleich mehrfach gegen das Völkerrecht, was auch bereits explizit von relevanten internationalen Institution festgestellt wurde. Die folgende Aufzählung soll einen Überblick verschaffen, ist jedoch nicht abschliessend ( <a href="http://www.bds-info.ch/index.php?id=121&amp;items=1469" target="_blank">BDS Schweiz</a>).</p>
<p><strong>Besatzung der Westbank, von Ostjerusalem und der Golanhöhen seit 1967</strong></p>
<p>Besatzung wird durch das humanitäre Völkerrecht (IHL) definiert als vorübergehendes Regime zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung in einem Gebiet, das während eines bewaffneten Konflikte erobert wird, bis dieses Gebiet wieder seine Souveränität zurückerhält. Die Rechte und Pflichten einer Besatzungsmacht sind in der <a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_Genfer%20Abkommen%20ueber%20den%20Schutz%20von%20Zivilpersonen%20in%20Kriegszeiten.pdf" target="_blank">Vierten Genfer Konvention </a>(Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten) völkerrechtlich verankert. Diese verbietet in Artikel 49 Siedlungsaktivitäten auf besetztem Gebiet: «[&#8230;] Die Besetzungsmacht darf nicht Teile ihrer eigenen Zivilbevölkerung in das von ihr besetzte Gebiet deportieren oder umsiedeln.»</p>
<p>Gestützt auf das humanitäre Völkerrecht hat der Sicherheitsrat der UNO (UNSC) die Siedlungsaktivitäten durch Israel in den besetzen Gebieten in mehreren Resolutionen verurteilt:</p>
<ul>
<li>Die <a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_UN%20Resolution%20242.pdf" target="_blank">UNSC Resolution 242</a> (1967): fordert den Rückzug Israels „aus (den) besetzten Gebieten.</li>
<li>In der <a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_UN%20Resolution%20446.pdf" target="_blank">UNSC Resolution 446</a> (1979) hält der Sicherheitsrat fest, „dass die Politik und Praxis Israels bei der Gründung von Siedlungen in den Palästinensischen und Arabischen Gebieten, die seit 1967 besetzt waren, keine rechtliche Gültigkeit besitzen und ein ernsthaftes Hindernis begründen, um einen umfassenden, einfachen und dauernden Frieden im Nahen Osten zu erreichen.“</li>
<li>Die <a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_UN%20Resolution%20478.pdf" target="_blank">UNSC Resolution 478</a> (1980) verurteilt die Annexion Ost-Jerusalems.</li>
<li>Die <a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_UN%20Resolution%20497.pdf" target="_blank">UNSC Resolution 497</a> ( 1981) verlangt von Israel, seine Annexion der Golanhöhen rückgängig zu machen.</li>
</ul>
<p><strong>Bevölkerungstransfer und Ethnische Säuberung</strong></p>
<p>Die Vierte Genfer Konvention sowie der <a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_Roemer%20Statut%20des%20Internationalen%20Strafgerichtshofs.pdf" target="_blank">Römer Statut des Internationalen Strafgerichtshofs</a> (2002) erklären Bevölkerungstransfers durch eine Besatzungsmacht zu Verbrechen. Im Kontext des israelischen Siedlerkolonialismus finden in den besetzten Gebieten laufend Enteignungen und Zwangsumsiedlungen der einheimischen PalästinenerInnen sowie die Ansiedlung jüdischer SiedlerInnen statt. Dies entspricht einer ethnischen Säuberung und einem Bevölkerungstransfer.</p>
<p>Mauer</p>
<p>2002 begann Israel mit dem Bau einer über 700 km langen Absperrung entlang der Grenzlinie zwischen Israel und dem Westjordanland. Die Absperrung besteht aus einer acht Meter hohen Betonmauer, schwer gesicherten Metallzäunen mit Stacheldraht, Gräben, Bewegungsmeldern und Wachtürmen. Die Absperrung verläuft zum überwiegenden Teil auf dem Territorium des Westjordanlandes, jenseits der grünen Linie. 2004 erklärte der Internationale Gerichtshof in einem von der UNO-Generalversammlung in Auftrag gegebenen <a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_Gutachten_des_Internationalen_Gerichtshof.pdf" target="_blank">Gutachten</a>, dass Israel mit dem Bau der Anlagen gegen Völkerrecht verstosse.</p>
<p>Flüchtlinge und Rückkehrrecht</p>
<p>Zwischen 1947 und 1949 wurden im Kontext der Staatsgründung Israels rund 750.000 PalästinenserInnen vertrieben und ihr Hab und Gut durch das Gesetz über das Eigentum Abwesender von 1950 dem israelischen Staat zugeschlagen. 1967 kam es erneut zur Vertreibung von rund 300.000 Menschen. Die Zahl der palästinensischen Flüchtlinge und ihrer Nachkommen beträgt heute schätzungsweise 5 Millionen. Nach Artikel 147 der Genfer Konvention stellt die „ungesetzliche Deportation oder Versetzung“ von geschützten Personen sowie die „Zerstörung und Aneignung von Gut, die nicht durch militärische Erfordernisse gerechtfertigt sind und in grossem Ausmass auf unerlaubte und willkürliche Weise vorgenommen werden,“ schwere Verletzungen der Konvention dar.“ Die UNO-Generalversammlung hält in der <a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_Resolution_194.pdf" target="_blank">Resolution 194 </a>(Art.11) fest, dass „denjenigen Flüchtlingen, die zu ihren Wohnstätten zurückkehren und in Frieden mit ihren Nachbarn leben wollen, dies zum frühestmöglichen Zeitpunkt gestattet werden soll“. Dieser Artikel bildet die Basis des Rückkehrrechts der palästinensischen Flüchtlinge.</p>
<p><strong>Zivile, politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rechte</strong></p>
<p>Unter der Besatzung und durch das diskriminierende Rechtssystem in Israel werden den PalästinenserInnen systematisch Rechte vorenthalten, die im Völkerrecht festgehalten werden (Menschenrechtsabkommen, Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte). Darunter fallen insbesonderedie Bewegungsfreiheit, das Recht auf angemessenen Lebensstandart, das Recht auf Gleichbehandlung, das Rückkehrrecht, Familien- und Eigentumsrechte, das Recht auf freie Meinungsäusserung etc.</p>
<p>Kollektive Bestrafung</p>
<p>Israel betreibt mit der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Dahiya_doctrine" target="_blank">„Dahiya Doktrin“</a> explizit eine Politik der kollektiven Bestrafung. Zur Anwendung kommt sie zum Beispiel bei der <a href="https://electronicintifada.net/content/israels-dahiya-doctrine-comes-gaza/8006" target="_blank">Blockade des Gazastreifens</a> oder wenn Häuser der Familie von PalästinenserInnen, die des Terrorismus bezichtigt werden, zerstört werden. Dabei wird massive Gewalt gegen die gesamte Zivilbevölkerung angewendet, um Druck auf politische Gegner auszuüben. Artikel 33 der <a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_Genfer%20Abkommen%20ueber%20den%20Schutz%20von%20Zivilpersonen%20in%20Kriegszeiten.pdf" target="_blank">Vierten Genfer Konvention</a> definiert kollektive Bestrafung als Kriegsverbrechen : „Keine geschützte Person darf für eine Übertretung bestraft werden, die sie nicht persönlich begangen hat. Kollektivstrafen wie auch jede Massnahme zur Einschüchterung oder Terrorisierung sind verboten.“</p>
<p><strong>Gaza</strong></p>
<p>Seit 2007 leben die Menschen im Gazastreifen unter einer totalen Land-, See- und Luftblockade, die das ganze Gebiet in eine humanitäre Katastrophe trieb. Es herrscht breiter Konsens unter Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, Human Rights Watch unddem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes, sowie dem Büro der UNO zur Koordinierung der Humanitären Hilfe (UNOCHA) und dem UNO-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRAW), dass diese Belagerung illegal ist. Ein Bericht, der 2009 im Auftrag des Menschenrechtsrates der UNO von der United Nations Fact Finding Mission on the Gaza Conflict unter Federführung des südafrikanischen Richters Richard Goldstone verfasst wurde, verurteilt die Blockade des Gazastreifens, unter anderem als „kollektive Bestrafung“, die dazu diene, die Küstenregion zu isolieren (siehe <a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_Goldstone%20Bericht_english.pdf" target="_blank">Bericht Goldstone</a> auf Englisch).</p>
<p><strong>Recht auf Selbstbestimmung</strong></p>
<p>Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist eines der Grundprinzipien des Völkerrechts und wird allgemein als gewohnheitsrechtlich geltende Norm anerkannt. Es besagt, dass ein Volk das Recht hat, frei über seinen politischen Status und seine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung zu entscheiden (<a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_UN%20Resolution%201514.pdf" target="_blank">UNO-Resolution 1514</a>, 1960, Art. 2). Die UNO-Generalversammlung bestätigt in der <a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_Resolution_3236.pdf" target="_blank">Resolution 3236</a> (1974) die unveräusserlichen Rechte des palästinensischen Volkes, darunter das Recht auf Selbstbestimmung und das Recht auf nationale Unabhängigkeit und Souveränität.</p>
<p><strong>Kolonialismus</strong></p>
<p>Die <a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_UN%20Resolution%201514.pdf" target="_blank">UNO-Resolution 1514</a> (1960) verurteilt Kolonialismus in allen seinen Erscheinungsformen: „Unterwerfung von Völkern unter fremde Unterjochung, Herrschaft und Ausbeutung stellt eine Verweigerung grundlegender Menschenrechte dar, steht im Widerspruch zur Charta der Vereinten Nationen und ist ein Hindernis für die Förderung des Friedens und der Zusammenarbeit in der Welt.“ (Art. 1). Die von Israel begangenen Völkerrechtsverletzungen sind Akte des Kolonialismus: Verletzung der territorialen Integrität, Verletzung der palästinensischen Souveränität über die natürlichen Ressourcen, Integration der Wirtschaft in den besetzen Gebieten in die israelische Wirtschaft, Verweigerung der grundlegenden sozialen Rechte, etc.</p>
<p><strong>Systematische, institutionalisierte Diskriminierung und Apartheid</strong></p>
<p>Apartheid ist ein System der institutionalisierten Diskriminierung und Unterdrückung aufgrund ethnischer Zugehörigkeit und ist unter dem Völkergewohnheitsrecht verboten. In der<a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_%20Konvention%20%C3%BCber%20die%20Beseitigung%20der%20Rassendiskriminierung.pdf" target="_blank"> Konvention über die Beseitigung der Rassendiskriminierung</a> (1965, Art. 3) wurde Apartheid ausdrücklich verboten und in der <a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_Apartheid-Konvention%20%281973%29.pdf" target="_blank">Apartheid-Konvention (1973)</a> und dem<a href="http://www.bds-info.ch/files/Upload/Dokumente/BDS-Argumente/160314_Roemer%20Statut%20des%20Internationalen%20Strafgerichtshofs.pdf" target="_blank"> Römer Statut des IGH</a> (2002) als Verbrechen gegen die Menschlichkeit unter Strafe gestellt. Das israelische Regime hat Rassendiskriminierung in Israel und den besetzten Gebieten institutionalisiert und verfolgt somit eine Politik der Apartheid. Der Staat privilegiert innerhalb seines Teriitoriums und als Besatzungsmacht Juden/Jüdinnen systematisch, unterdrückt das gesamte palästinensische Volk und kolonisiert die besetzen Gebiete, mit der Absicht, dieses Regime im gesamten Gebiet des historischen Palästinas vor 1948 langfristig aufrechtzuerhalten.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
<a href="https://bds-kampagne.de/wp-content/uploads/2016/09/2014_Völkerrechtskonformes-Einfordern-palästinensischer-Rechte.pdf" target="_blank">Völkerrechtskonformes Einfordern palästinensischer Rechte – Richtlinien</a><br />
Ein Ergebnisdokument der Konferenz „<a href="http://lawcenter.birzeit.edu/userfiles/Public_Report_BZU_Conference_FINAL.pdf" target="_blank">Law and Politics: Options and Strategies for the Palestinian People in International Law</a>“,<br />
Rechtsinstitut der Universität Birzeit, 8.–9. Mai 2013</p>
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