50 Jahre Palästinensischer Tag des Bodens: Vereinigt euch! Erhebt euch! Leistet Widerstand!
Zum 50. Mal begehen wir den Tag des Bodens und ehren die sechs Palästinenser, die am 30. März 1976 von der israelischen Armee ermordet wurden, als sie als «Staatsbürger» an gewaltfreien Protesten gegen den unerbittlichen siedlerkolonialen Raub ihres Landes teilnahmen. Ebenso ehren wir die vielen weiteren Palästinenser*innen, die seither getötet wurden, während Israels Besatzungsarmee und israelische Siedler*innen die illegale Annexion indigenen palästinensischen Landes vorantreiben. Heute, da Israels Genozid in Gaza andauert und sich die Apartheid in ganz Palästina verschärft, bekräftigen wir – mit neuer Entschlossenheit und Hoffnung – unser Engagement für das Land unserer Vorfahr*innen, für das Rückkehrrecht und das Recht auf Reparationen für alle Geflüchteten.
Über ein Jahrhundert des Widerstands hat gezeigt, dass der Geist unseres Volkes selbst angesichts beispielloser Brutalität nicht gebrochen werden kann. Die indigene Bevölkerung Palästinas erhebt sich weiterhin, leistet Widerstand und fordert unsere umfassenden Rechte und unsere Freiheit ein.
Der diesjährige Tag des Bodens fällt in die Zeit der «Israeli Apartheid Week», inmitten des anhaltenden Genozids durch Israel. Im Schatten dieses Genozids haben Angriffe von Siedler*innen und Armee gegen Palästinenser*innen im besetzten Westjordanland stark zugenommen, während Israels Regierung die faktische Annexion palästinensischen Landes vorantreibt.
Trotz des Grauens, trotz der Belagerung, trotz der Versuche, uns auszulöschen, bleiben wir standhaft.
Die Intensivierung von BDS-Kampagnen ist die wirksamste und sinnvollste Form der Solidarität mit unserem Befreiungskampf. Sie zielt darauf ab, die Komplizenschaft von Staaten, Unternehmen und Institutionen an Israels Genozid sowie dem zugrunde liegenden Regime des Siedlerkolonialismus, der militärischen Besatzung und der Apartheid zu beenden.
Heute steht der palästinensische Kampf für Gerechtigkeit im Zentrum des Widerstands gegen eine Weltordnung des «Recht des Stärkeren», die von der US-israelischen Genozid-Achse durchgesetzt und von europäischen Kolonialmächten ermöglicht wird. Während sich Israels Angriffskriege gegen die Völker der Region von Libanon bis Syrien und von Jemen bis Iran ausweiten und die USA unter anderem die Bevölkerungen Kubas, Grönlands und Venezuelas bedrohen, wird deutlich, dass kaum jemand vor diesem Abgleiten in den Abgrund sicher ist, wo das «Recht des Stärkeren» herrscht. Angesichts dieser Brutalität müssen wir weltweit zusammenstehen, um uns gemeinsam für einen gerechten Frieden und gegen imperiale Gier einzusetzen sowie das Völkerrecht gegen den Imperialismus zu verteidigen.
Lasst uns den palästinensischen Tag des Bodens in diesem Jahr mit einer klaren Botschaft begehen: Dies ist nicht der Moment für Resignation, sondern ein Moment der Eskalation.
Der heutige Kampf in Palästina und in solidarischen Räumen auf der ganzen Welt ist ein Kampf für die Menschlichkeit und für eine globale Ordnung, die auf den Werten von Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit für alle beruht.
Wir rufen euch dazu auf, euch den Aktivitäten von BDS-Gruppen und solidarischen Partner*innen der BDS-Bewegung in euren Ländern anzuschliessen, z.B.
- Betriebe stilllegen – Unterbrecht friedlich den Betrieb von Institutionen, die am Genozid Israels beteiligt sind. Organisiert (wo möglich) Streiks, Arbeitsniederlegungen und Sitzproteste. Kein „business as usual“ während eines Genozids.
- Apartheidfreie Zonen ausweiten – Fordert von eurer Universität, eurem Arbeitsplatz, eurer Gewerkschaft oder eurer Stadtverwaltung, dass sie die Beziehungen zu Apartheid-Israel beenden und die BDS-Richtlinien einhalten.
- Regierungen zu rechtmässigen Sanktionen drängen – Regierungen müssen gezielte Sanktionen gegen Israel verhängen, einschliesslich eines umfassenden Militärembargos. Dies ist nicht optional, sondern eine rechtliche Pflicht. Die Beendigung direkter und indirekter Komplizenschaft mit Israel ist eine völkerrechtliche Verpflichtung aller Staaten gemäss den Entscheidungen des Internationalen Gerichtshofs von 2024.
- Breite Bündnisse aufbauen – Intersektionale, antirassistische Bündnisse für Gerechtigkeit sind heute notwendiger denn je.
- Palästinensische Stimmen stärken – Macht palästinensische Kultur, Widerstand und Visionen von Befreiung sichtbar – durch Filmvorführungen, Kunstausstellungen, Teach-Ins und öffentliche Diskussionen.
Lenkt eure Wut, Frustration und Trauer in wirksame, strategische BDS-Aktionen und erhöht den Druck, damit der Genozid gestoppt und Israels siedlerkoloniales Apartheidregime – die Ursache dieser Unterdrückung und unaussprechlichen Gewalt –beendet wird.
Palestinian Land Day at 50: Unite. Rise. Resist
Übersetzung BDS-Schweiz

