Siemens

Ein Konglomerat aus Elektronik und Industrietechnik. Das Unternehmen konzentriert sich auf vier Hauptgeschäftsfelder, darunter Infrastruktur und Städte, Gesundheitswesen, Industrie und Energie.

Die Verkehrsleitsysteme des Unternehmens wurden auf den Straßen 5 und 443 im Westjordanland als Teil eines israelischen Straßennetzes installiert, auf dem den Palästinenser*innenn das Reisen verboten ist.  Auch an der Straße 1 am Eingang zum Industriegebiet Mishor Adumim wurden Siemens-Verkehrsleitsysteme installiert. Der israelische Exklusivvertreter von Siemens im Bereich der Verkehrssteuerung – RS Industries – wartet einen Teil der Ampeln auf der Straße 443. RS Industries gewann auch eine Ausschreibung der Stadt Jerusalem für die Instandhaltung der Verkehrsleitsysteme in zwei Tunneln jenseits der Grünen Linie: Levi Eshkol Tunnel auf der Straße 60 und Har HaTzofim Tunnel auf der Har HaTzofim Straße.

Gemeinsam mit der israelischen Tochtergesellschaft Siemens Israel beteiligt sich das Unternehmen an der 3-Milliarden-Ausschreibung für die Elektrifizierung des israelischen Eisenbahnnetzes. Die Ausschreibung umfasst die Elektrifizierung von 420 Kilometern bestehender und geplanter Bahngleise, den Bau von Umspannwerken sowie die für die Elektrifizierung der Gleise erforderlichen Steuer- und Leitstellen.

Eine der ersten beiden Strecken, die im Rahmen der Ausschreibung elektrifiziert werden, ist der im Bau befindliche Hochgeschwindigkeitszug Tel-Aviv Jerusalem (A1). Die Zugstrecke A1 überquert die Grüne Linie in das besetzte Westjordanland in zwei Gebieten und nutzt dabei besetztes palästinensisches Land, das zum Teil in Privatbesitz ist, für ein israelisches Verkehrsprojekt, das ausschließlich für Israelis bestimmt ist. Im Oktober 2014 gab Israeli Railways bekannt, dass Siemens einer der fünf Wettbewerber ist, die die Vorqualifizierungsphase der Ausschreibung bestanden haben.

Zwischen 2006 und 2010 verkaufte Siemens Israel auch 118 Reisezugwagen an Israel Railways. Diese Reisezugwagen, die einen wesentlichen Teil der Flotte der Israel Railways ausmachen, werden aller Voraussicht nach auf der Schnellzugstrecke A1 eingesetzt.

Über einen weiteren israelischen Vertreter, die Orad Group, stellte das Unternehmen Ausrüstung und Technologie für den israelischen Gefängnisdienst bereit. Im Jahr 2004 lieferte der Orad-Konzern ein auf Siemens-Technologie basierendes Sicherheitssystem für das Gilboa-Gefängnis – ein Gefangenenlager in Israel, das für palästinensische politische Gefangene bestimmt ist. Im Jahr 2012 lieferte Orad auch Wartungsleistungen für eine Siemens Brandmelde- und Löschanlage in israelischen Gefängnissen.

Business on forbidden land: Danish business relations with the Israeli occupation

Crossing the Line: Who Profits report about the A1 train line

Globes: Israel Railways issues NIS 3b electrification tender (link is external)

Diese Informationen zu Siemens sind von Who profits

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